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Dormagen
SPD will mit EU-Geld Internet in der Öffentlichkeit

Dormagen. Kostenloses Internet für alle Dormagener - jedenfalls, wenn diese sich draußen aufhalten. Zum Beispiel in Nievenheim in einem Straßencafé sitzen oder in Zons durch die Altstadt wandern.

Das will die SPD erreichen, sie bittet in einem Antrag um Zustimmung, damit sich die Stadt bei einem Förderprojekt der Europäischen Union bewirbt. Dabei geht es auch um Schnelligkeit: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, oder auch Windhundverfahren genannt.

SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt sieht großen Bedarf in Dormagen: "Die Versorgung mit schnellem, kostenlosem Internet ist lückenhaft." Er verweist auf viele Großstädte, gerade auch im Ausland, "wo es ganz bequem kostenloses Internet gibt". Gerade junge Leute erwarten dies als Service in Städten. Jetzt soll es dies auch in Dormagen flächendeckend geben. Schmitt denkt dabei an die gesamte Stadt mit allen Ortsteilen. Eine Zustimmung für den Antrag wird es vom Koalitionspartner CDU geben. Dessen Fraktionsvorsitzender Kai Weber applaudiert: "Ein toller Antrag, schade, dass wir nicht darauf gekommen sind." Es gebe einen "klaren Bedarf und die EU-Fördermittel sind eine gute Möglichkeit zur Realisierung".

Nutznießer sollen bis 2020 6000 bis 8000 Städte und Gemeinden sein, die Geld aus dem "WiFi4EU-Programm" erhalten können. Dafür stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung. Laut EU liegt es bei der örtlichen Behörde, an welchen öffentlichen Orten diese Hotspots eingerichtet werden sollen. In Frage kommen beispielsweise Bahnhöfe, Parks oder Bibliotheken. Bestehende öffentliche Netze werden miteinbezogen. Jeder Antragsteller (Stadt) beauftragt ein Telekommunikationsunternehmen seiner Wahl mit der Installation und dem Betrieb des WiFi-Zugangs für eine Dauer von drei Jahren.

(schum)
 
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