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Stadtgespräch Dormacenter
Stadt Dormagen will mit Center-Betreiber sprechen

Stadtgespräch Dormacenter: Stadt Dormagen will mit Center-Betreiber sprechen
Das sofortige Aus des Cineplex-Kinos wird auf Facebook intensiv diskutiert. FOTO: ati
Dormagen. Die Schließung des Cineplex-Kinos im Dormacenter wird auf Facebook zur Generaldebatte über die Situation der Stadt. Die Werbegemeinschaft City-Offensive weist Kritik zurück. Von Klaus D. Schumilas

Die Stadt spricht über das Dormacenter und das Cineplex-Kino, das es nicht mehr gibt. Über die Gründe und wie es dort weitergeht. Vielleicht lichtet sich schon bald der Nebel, denn der städtische Wirtschaftsförderer Michael Bison bemüht sich um einen Kontakt zum Inhaber der Immobilie, Maxim Makarov: "Wir haben Signale bekommen, dass es zu einem Kontakt kommen wird." Ziel der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sei es, so Bison, "Fakten und Ruhe in die Diskussion zu bekommen."

Unruhig ist es vor allem im sozialen Netzwerk Facebook, wo das Thema auf unterschiedlichen Seiten diskutiert wird. Mit vielen negativen Äußerungen. Tenor: Dormagen ist ein Kaff, in dem es keine guten Angebote gibt und in der Stadt und Politik nichts tun. Die zum Teil massive Kritik nahm Erik Krüger zum Anlass eine flammende Stellungnahme für Dormagen zu schreiben: "Es wird mal Zeit für ehrliche Worte: Der Dormagener an sich ist ja nun mal ein Meckerkopf", sagt der neue stellvertretende Vorsitzende der Werbegemeinschaft City-Offensive auf Facebook, "aber jetzt mit der Kinoschließung übertreibt Ihr mit Eurer negativen Stimmung."

Er führt dann zig Beispiele für Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in der Stadt auf, nennt die diversen Märkte, Konzerte, Veranstaltungen und das breite Vereinsspektrum. Er sagt aber auch: "Natürlich gibt es ein paar Lücken, die noch geschlossen werden müssen, und ein paar Dinge die besser sein können. Aber denkt einfach mal positiver und werdet offen für Dormagener Veranstaltungen, Geschäfte und Angebote." Dafür erhält Krüger viel Lob auf Facebook.

Zum Beispiel von Axel Güttler: "Es würde schon reichen, wenn die aufhören zu meckern, die für Dormagen noch nie in ihrem Leben irgendwas getan haben. Immer sollen die andern machen und selbst tun ist bei vielen nicht angesagt. Kaufen lieber bei Amazon als in die Stadt zu gehen und es zumindest dort mal zu probieren", so das ehemalige CiDo-Vorstandsmitglied.

Der Dormagener Jan Bayer stimmt Krüger ebenfalls zu: "Ist schon richtig, Dormagen hat viel. Das mit dem Kino ist trotzdem ärgerlich. Wir sind trotz gehobener Einkommensstruktur nicht alle mobil genug, um mal eben in die nächste Großstadt zu gurken, um einen Kinofilm zu sehen." Für Krüger ist das Kino-Aus "ärgerlich, deswegen geht die Welt aber nicht unter. Wie wäre es mit einem Open Air Kino ab und zu auf dem Rathausplatz, wir sind da schon dran."

Ex-CiDo-Vorsitzende Michaela Jonas sagt: "Die Situation im Dormacenter sollte in der Tat nicht klein geredet werden. Nur darf uns das nicht in eine resignierende Haltung verfallen lassen. Nach vorne schauen und so viele Projekte wie möglich unterstützen." CDU und SPD setzen beim Dormacenter auf die Wirtschaftsförderung.

"Die Möglichkeiten der Politik sind gering", sagt Kai Weber (CDU). Er ist sich mit Bernhard Schmitt (SPD) einig in der Hoffnung, dass es jetzt oder bei einem Verkauf jemanden mit einer guten Idee für die Immobilie gibt.

Quelle: NGZ
 
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