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Dormagen
Stadt erhält Gold-Urkunde für "grüne" Straßenbeleuchtung

Dormagen. In der Kategorie 10.000 bis 100.000 Einwohner gab es jetzt für die Stadt Dormagen eine Urkunde in Gold für nachhaltige Beschaffung.

Belohnt wurde mit dem ersten deutschen GPP- (Green Public Procurement) Award die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung mit LED-Technik, was nicht nur zu einer erheblichen Kostenersparnis, sondern auch zu einer erheblichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes führt. Und dass, obwohl sich die Anzahl der Leuchtmittel, wie Lothar Brenner, bei den Technischen Betrieben (TBD) zuständig für die Straßenbeleuchtung, ausführt, von 7500 (2006) auf 8100 (2016) erhöht habe. Grund seien die in den vergangenen Jahren erschlossenen Neubaugebiete.

Die TBD ließen bereits von 2006 bis 2008 4900 Straßenlampen von Quecksilberdampf- auf Natriumdampf-Hochdrucklampen umrüsten. Von 2011 bis 2013 wurden im Stadtgebiet 607 LED-Leuchten eingebaut, im Juli 2013 dann ein Finanzierungs-Contracting für weitere 4045 LED-Lampen ausgeschrieben. "Contracting bedeutet, dass das Unternehmen, mit dem wir den Vertrag abgeschlossen haben, die Leuchten zunächst vorfinanziert. Aus der Stromersparnis bezahlen wir dann nach und nach den Betrag zurück", erklärt Brenner.

So wurden die 4045 LED-Lampen ab 2014 bis Frühjahr 2016 in mehreren Teilchargen an die Stadt geliefert. Insgesamt konnte in Dormagen so der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung seit 2006 von 3.161.829 Kilowattstunden auf 1.569.551 im Jahr 2014 gesenkt werden. Brenner geht davon aus, dass er sich jetzt, nachdem alle 4045 LED-Lampen installiert sind, sogar auf 1.100.000 Kilowattstunden senken werde. Das wiederum mache eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von 889,4 Tonnen jährlich aus.

Der GPP-Award findet im Rahmen des EU-Projekts Green ProcA statt, das Auftraggeber aus Städten, Gemeinden und anderen öffentlichen Institutionen bei der Umsetzung von umweltfreundlicher Beschaffung unterstützt. "Wichtig für die Auszeichnung war nicht nur die Ersparnis, die wir jetzt haben, sondern auch, dass unser Konzept auf andere Kommunen übertragbar ist", sagt Brenner. Beworben hatten sich 14 Kommunen, Kommunalunternehmen und Verbände.

(goe)
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