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Dormagen
Stadt geht gegen Dreck am Bahnhof vor

Dormagen: Stadt geht gegen Dreck am Bahnhof vor
Die Stadt setzt für die Reinigungsarbeiten am Bahnhof Sauggeräte ein. Diese eignen sich jedoch nicht für jede Schmutzbeseitigung. FOTO: Tinter Anja
Dormagen. Der Zustand eines der wichtigsten Dormagener Eingangstore ist Thema in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses. Mit einem Bündel von Maßnahmen sollen Station und Umfeld sauber gehalten werden - auch mit Geldstrafen. Von Stefan Schneider

Sechs Wochen ist es her, dass die Dormagener CDU-Fraktion um den Vorsitzenden Kai Weber einen Antrag zum Thema "Verschmutzung Bahnhofsvorplatz" gestellt und Auskunft über Maßnahmen zum Sauberhalten verlangt hat. In der kommenden Woche (1. September, 17.30 Uhr, Ratssaal) wird dies nun gleich in der ersten Sitzung des Hauptausschusses nach der Sommerpause diskutiert. Eine Stichprobe unserer Redaktion gestern Mittag vor Ort ergab: Der Gesamteindruck des Bahnhofes ist nicht schlecht, aber in einigen Punkten verbesserungswürdig. Ein Ärgernis, auf das auch die CDU hingewiesen hatte, sind die unzähligen Zigarettenstummel in den Pflasterfugen des Bahnhofsvorplatzes.

In einem Beratungspapier für die Ausschusssitzung kündigt die Stadt Maßnahmen für mehr Sauberkeit an. Dazu gehören auch Verwarngelder für Umweltferkel. Aus der Stellungnahme der Stadtverwaltung ist allerdings ersichtlich, dass es bei fast allen Ideen Hürden gibt. Die Hauptknackpunkte: zu hohe Kosten, zu wenig Personal. Ein Beispiel: Es sollen Schilder aufgestellt werden, auf denen auf drohende Verwarngelder für Müllsünder hingewiesen wird. Problem: Die Schilder kosten Geld, für die von der CDU angeregten Kontrollen wird Personal benötigt. Das Ordnungsamt plant dazu laut Stadt eine gemeinsame Aktion mit dem Büro für bürgerschaftliches Engagement. Die Anwesenheit von uniformierten Kräften des Ordnungsamtes vor Ort ist nach den Erfahrungen der Stadt erfolgreich. Doch: "Für eine regelmäßige präventive Präsenz fehlt es an Personal", schreibt Bürgermeister Erik Lierenfeld in dem Papier für den Ausschuss. Folglich könne er auch künftig "nur Schwerpunktkontrollen in engen zeitlichen Rahmen" zusichern.

Ein anderer Ansatz: Mit Beginn des neuen Schuljahres heute sollen die Schulen in der Nähe des Bahnhofes angeschrieben werden, damit sie ihre Schüler für die Sauberhaltung des Bahnhofsvorplatzes sensibilisieren. Ähnlich will die Stadt bei Taxiunternehmen vorgehen, deren Fahrer Wartezeiten oft mit einer Pausenzigarette vor dem Bahnhof überbrücken.

Als Flop hat sich offenbar der Versuch erwiesen, die Zigarettenreste aus den Pflasterfugen des Bahnhofsvorplatzes mit einem anderen Sauggerät als dem zuvor verwendeten zu beseitigen. "Leider ist es auch mit dem momentan eingesetzten Sauger nicht möglich, die Zigarettenkippen und Filterreste aus den Fugen zu entfernen", räumt der Bürgermeister ein. Folglich muss immer wieder per Hand gereinigt werden - im Abstand von ungefähr drei Monaten.

Der Bahnhof selbst machte gestern abgesehen von einigen Kaugummi- und verschütteten Getränke-Resten auf den Treppen einen ordentlichen Eindruck. Wer den Gleiszugang an der Seite Zonser Straße nutzen wollte, musste allerdings die Luft anhalten - oder sich kurz die Nase zuhalten. Der von Wildpinklern verursachte Uringestank war dort schwer erträglich.

Quelle: NGZ
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