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Dormagen
Stadt hat genug Kita-Plätze für 2016/17

Dormagen: Stadt hat genug Kita-Plätze für 2016/17
Arno, Otto, Rike und Chaja (v.l.) besuchen die Kindertagesstätte "Arche Noah" in Zons, die im neuen Kitajahr um eine Gruppe erweitert wird. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Morgen wird den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses der Kindertagesstättenbedarfsplan für das Kita-Jahr 2016/17 vorgestellt. Die positive Nachricht: Für alle, die wollen, gibt es einen Platz - wenn auch nicht immer am Wohnort. Von Anneli Goebels

Der Bedarf an Kitaplätzen - sowohl im Ü3- als auch im U3-Bereich - für das kommende Kitajahr, das am 1. August startet, ist gestiegen. 90 zusätzliche Plätze müssen her, und die sind laut Elisabeth Gartz, bei der Stadt Dormagen zuständig für die Tagesbetreuung von Kindern, in Planung. In vier Einrichtungen wird je eine weitere Gruppe eingerichtet: in Nievenheim an der Neusser Straße (eine Gruppe für Drei- bis Sechsjährige), in der Kita "Villa Bunte Wolke" in Delrath (eine Gruppe für Zwei- bis Sechsjährige), in der "Arche Noah" in Zons (ebenfalls eine Gruppe für Zwei- bis Sechsjährige) sowie in Stürzelberg in der Kita "Die Schatzkiste" an der Paul-Huisgen-Straße (auch eine Gruppe für Zwei- bis Sechsjährige). Die neu geschaffenen Plätze werden je zur Hälfte für die U- und Ü3-Betreuung gebraucht.

Bei aller Berechnung ist diese Planung dennoch eine vorläufige und deckt den Bedarf Stand gestern, also 8. März 2016, ab. Bis zum Beginn des Kindergartenjahres kann es noch zu Änderungen kommen. Doch Martina Hermann-Biert, Fachbereichsleiterin Jugend, Soziales, Wohnen und Schule, zeigt sich optimistisch: "Jeder, der für sein Kind ab vier Monaten einen Platz wünscht, wird einen bekommen." Allerdings, schränkt sie ein, muss das nicht immer unbedingt am Wohnort sein. Das sei auch nicht immer gewollt. So gebe es Eltern, die in der Stadtmitte arbeiten und daher auch lieber dort einen Kita-Platz belegen möchten.

Im Dormagener Stadtgebiet leben zurzeit 1615 Kinder unter drei Jahren. Bedarf für einen entsprechenden Kita-Platz besteht aktuell für 572 Kinder. Zur Verfügung hat die Stadt 577 Plätze. Bedeutet: fünf Plätze Überhang. Nicht miteingerechnet sind dabei die Flüchtlingskinder. Gartz: "Wir gehen jetzt von 162 Flüchtlingskinder im Alter bis sechs Jahre aus, die in Dormagen leben. Und davon, dass nur 119 in eine Betreuung gehen werden, weil einige ihren Nachwuchs zu Hause lassen möchten." Von diesen 120 wiederum werden 17 laut Prognose die U3-Betreuung in Anspruch nehmen. Heißt: Auf die noch vorhandenen fünf Plätze kommen 17 Kinder, was eine Unterdeckung von zwölf Plätzen bedeuten würde.

Anders sieht das im Ü3-Bereich aus: 1635 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren leben in Dormagen. Der Bedarf an Plätzen für sie liegt bei 1591. Das Platzangebot für sie beträgt im neuen Kitajahr 1716, ein Überhang von 125 Plätzen also. Die reduzieren sich jedoch, da laut Kalkulation 102 Flüchtlingskinder Plätze benötigen. Es sind also nach aktuellen Berechnungen noch 23 Ü3-Plätze "zu vergeben".

"Kommt es anders, können wir immer noch mit Provisorien arbeiten", sagt Hermann Biert. Beispiel: Räumlichkeiten in der Altentagesstätte an der Salvatorstraße oder in der Einrichtung an der Nahestraße in Hackenbroich, die - vormals eigenständig - mittlerweile als Dependance der Kita an der Christoph-Hufeland-Straße geführt wird. Dort ist eine Gruppe untergebracht, Platz wäre jedoch für drei. Im laufenden Kitajahr sind laut Gartz übrigens noch 30 Ü3-Plätze frei.

Quelle: NGZ
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