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Dormagen
Stadt ist bereit fürs "Heimat shoppen"

Dormagen: Stadt ist bereit fürs "Heimat shoppen"
Sie hoffen auf volle Läden beim "Heimat shoppen", v. l.: Ralf Huntgeburth (Top West), Stefan Maxeiner (Nieve-Ring), Michaela Jonas (CiDo), Christin Worbs (IHK), Ulrich Pfister (SVGD) und Bürgermeister Erik Lierenfeld. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Am Freitag und Samstag rührt die IHK zusammen mit Partnern die Werbetrommel für den Einkauf in den Städten. In Dormagen machen zum ersten Mal alle Werbegemeinschaften mit. Die Händler locken auch mit eigenen Aktionen. Von Klaus D. Schumilas

Die Organisatoren sprühen vor Optimismus: "Das wird eine gute Aktion", ist Guido Schenk, Leiter des Stadtmarketings der SVGD, überzeugt. Am Freitag und am Samstag steht ganz Dormagen während der regulären Öffnungszeiten unter der Leitidee "Kauf da ein, wo du lebst". Bei der zweiten Auflage der beiden Aktionstage will die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein in ihrem Kammerbezirk den Einzelhandel in den Innenstädten stärken. Gestern Morgen versammelten sich Initiatoren und Macher an einem besonderen Fahrzeug der Stadtbus-Gesellschaft der SVGD: Das Logo "Heimat shoppen" ist auf allen Seiten eines meterlangen Gefährts zu sehen, das ab jetzt in den kommenden Wochen und Monaten als Werbeträger durch alle Ortsteile Dormagens fahren wird.

Der Bus als symbolische räumliche Verbindung passt perfekt. Denn es gibt eine Premiere: Nicht nur die Innenstadt mit der City-Offensive Dormagen CiDo, sondern auch im Gewerbegebiet Top-West und in Nievenheim sind die dortige Interessengemeinschaft bzw. der Gewerbeverein mit im Boot. Deren Vorsitzende Michaela Jonas, Ralf Huntgeburth und Stefan Maxeiner haben diese Kooperation seit dem Frühjahr vorbereitet. Für Maxeiner, der starke Mann von "Nieve-Ring (120 Mitglieder) eine Selbstverständlichkeit; auch, dass "Heimat shoppen" über das Weihnachtsgeschäft hinaus läuft: "Wir werben nicht nur für den Handel, sondern auch für die Dienstleister im Handwerk und der Gastronomie in unserem Straßendorf. Denn nur gemeinsam sind wir stark." Dabei nutzt Maxeiner vor allem neue Medien: Die ortsinterne Werbetrommel rührt er per Facebook. "Heimat shoppen" soll auf die Leistungen der Händler vor Ort und den Wert des Einzelhandels aufmerksam machen. Das wird jetzt in rund 120 Städten in NRW der Fall sein, erklärt Christin Worbs, Expertin für Unternehmensförderin bei der IHK. "Inzwischen verzeichnen wir auch Anfragen aus anderen Bundesländern, die sich für diese Aktion interessieren." In Dormagen ist das Interesse der Händler in diesem Jahr ungleich größer als bei der Premiere im Vorjahr, als der zeitliche Vorlauf geringer war, wie Guido Schenk erklärt. In der Innenstadt ist "CiDo"-Chefin Michaela Jonas mit Helfern unterwegs, um die Werbematerialien in den Geschäften zu verteilen. Flyer, Poster oder Papier-Einkaufstüten gibt es kostenlos, sie werden von der IHK gestellt. An beiden Eingangstoren der Kölner Straße weisen Banner auf die Aktion hin. Die Händler selbst sind aufgerufen, mit eigenen, gesonderten Aktionen für ihr Geschäft und ihre Dienstleistung zu werben. Möglichkeiten sind Sonderrabatte, ein kleines Präsent, ein Glas Sekt zur Begrüßung oder ein Einkaufsgutschein. Nach holprigem Start und mehreren Rundbriefen läuft es jetzt, so dass Jonas zuversichtlich ist, dass viele der 70 CiDo-Mitglieder an den beiden Tagen mit dabei sind.

Die Kernbotschaft, die die Händler und Dienstleister vermitteln wollen, lautet, dass alle Waren in den Städten und nicht im Internet gekauft werden können. Bürgermeister Erik Lierenfeld geht nach eigenen Worten mit gutem Beispiel voran: "Ich kaufe alles in Dormagen, von Lebensmitteln bis zum Anzug."

Quelle: NGZ
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