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Dormagen
Stadt muss Kastrationsbeschluss nicht aufheben

Dormagen. Am Donnerstag kommender Woche soll der Hauptausschuss empfehlen, dass der Stadtrat zwei Wochen später seinen im vergangenen Jahr gefassten Beschluss zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von freilaufenden Katzen aufhebt. Der Grund hierfür ist die fehlende Zuständigkeit der Stadt. Denn nach einer Änderung des Tierschutzgesetzes sind die Städte und Gemeinden gar nicht mehr für die Freigängerkatzen zuständig, sondern die jeweiligen Kreise. So argumentiert die Stadt. Aber dieses Vorgehen ist offenbar überhaupt nicht notwendig. Denn laut Aussage von Karsten Mankowsky, Umweltdezernent des Rhein-Kreises, kann Dormagen zunächst einmal abwarten, bis die neue Verordnung des Landes vorliegt, an der zurzeit gearbeitet wird. Und: "Die Stadt hat die Möglichkeit, im Sinne der Gefahrenabwehr eine solche Verordnung zu erlassen", erklärt Mankowsky. Zum Beispiel, wenn von frei laufenden Katzen Krankheiten übertragen werden können. Mankowsky wollte gestern Bürgermeister Erik Lierenfeld entsprechend informieren.

Ende November hatte der Dormagener Hauptausschuss mehrheitlich die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen beschlossen und war damit einem Antrag des örtlichen Tierschutzvereins gefolgt.

Schon bei der Diskussion im vergangenen Herbst hatte die Stadt Bedenken angemeldet, weil sich seinerzeit bereits abzeichnete, dass das Tierschutzgesetz in puncto Zuständigkeiten überarbeitet werden würde. Im Einzelfall wird die Stadt den Kreis unterstützen und gegebenenfalls Amtshilfe leisten. Manowsky sagte unserer Zeitung, dass der Rhein-Kreis auf Wunsch einer Kommune eine entsprechende Verordnung erlassen würde. Wenn aus Düsseldorf das "Spezialgesetz" vorliegt, könne Dormagen seine Verordnung offiziell vom Rhein-Kreis genehmigen lassen.

(schum)
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