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Dormagen
Stadt prüft Akzeptanz für Kaffee-Mehrwegbecher

Dormagen. Anbieter will in Dormagen Pilotprojekt starten.

Was in Freiburg oder Aachen längst praktizierter Alltag ist, könnte auch in Dormagen umgesetzt werden: ein Mehrwegsystem für Kaffeebecher. Ein entsprechender Antrag der Fraktion Piraten/Die Linke traf in der Ratssitzung am Dienstag Abend auf Zustimmung. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit Gastronomen und anderen Geschäftsleuten, die Heißgetränke und Einwegbecher zum Mitnehmen anbieten, zu sprechen. Er soll ausloten, wie groß die Mitmach-Bereitschaft bei ihnen ist, ebenso soll eine Kostenschätzung für ein solches Projekt vorgelegt und verschiedene Systeme in Betracht gezogen werden. Ziel ist es, am Ende den "Dormagen-Becher" in Händen zu halten und mit dem "Coffee-to-go" per Mehrwegsystem auch gegen die wachsende Menge an Einwegbechern zu kämpfen.

Pirat Rafael Kazior will mit seinem Antrag "drei Fliegen mit einer Klappe" schlagen, wie er sagte: dem Umwelt-Gedanken Rechnung tragen, dem neuen Stadtmarketing mit diesem Projekt eine Plattform bieten und dort auch die neue Dachmarke platzieren. Michael Bison, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD), begrüßt das Projekt: "Aus Stadtmarketing-Gesichtspunkten bewerten wir den Mehrweg-Ansatz für ,Coffee-to-go' positiv, da dies den Besuchern und Kunden einer Innenstadt ein umweltbewusstes Bild der Einkaufsstadt vermittelt. Wir werden eine Umsetzung dieses Projektes im Rahmen der Erarbeitung unseres Standortmarketingkonzeptes prüfen und dann gegebenenfalls Gastronomen dazu ansprechen. Eine Umsetzung sollte mit möglichst vielen Partnern erfolgen, um auch einen entsprechenden umwelt- und marketingbezogenen Mehrwert zu generieren."

Mit "Gleensheep" aus Düsseldorf hat sich vor wenigen Tagen ein Unternehmen angeboten, das Mehrwegsystem im Rahmen eines Pilotprojekts kostenneutral für die Stadt in Dormagen zu testen. Eine Gemeinschaft von unterschiedlichen Unternehmen im Bereich von To-Go-Verpackungen bietet den "mug Circle" an. Eine Plattform, bei der Unternehmer keinen spezifischen Bechertypen, sondern einen Favoriten auswählen und der auch verschiedene Pfandoptionen hat. Das Pfand reicht von 1,50 Euro für den Kunststoffbecher bis zu fünf Euro für den aus Porzellan. Das Spülen übernimmt ein Dienstleister.

(schum)
 
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