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Dormagen
Stadt prüft Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Dormagen. Die Chancen, dass die Stadt eine Krankenversichertenkarte für Asylbewerber einführt, stehen nicht so schlecht. Der Stadtrat erteilte jetzt der Verwaltung einen Prüfauftrag. Bürgermeister Erik Lierenfeld versprach, dass nach den Sommerferien dazu Ergebnisse vorgelegt werden. Grundlage für eine solche Prüfung ist das so genannte "Bremer Modell". Dort erhalten Asylbewerber eine Gesundheitskarte, die Betreuung liegt bei der dortigen AOK Bremen/Bremerhaven. Die Behandlungskosten erstattet der Staat der Krankenkasse, die noch für jeden Asylbewerber zusätzlich zehn Euro Verwaltungspauschale erhält.

"Die Kommunen sind Ansprechpartner bei diesem Thema", erklärte Tim Wallraff (Grüne), der zu dem gemeinsamen Antrag mit SPD und Piraten/Linke sprach. "Es geht darum, zu prüfen, ob eine Krankenkasse bereit ist, mitzumachen und darum zu ermitteln, wie hoch die Kosten und das Einsparpotenzial sind." Derzeit ist es so, dass Flüchtlinge sich bei Krankheit zuerst einen Berechtigungsschein ausstellen lassen müssen, bevor sie einen Arzt konsultieren können. Ende vergangenen Jahres hat Münster mit großer Mehrheit beschlossen, das Bremer Modell einzuführen.

(schum)
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