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CDU in Dormagen
Stadt soll Bad-Grundstück kaufen

CDU in Dormagen: Stadt soll Bad-Grundstück kaufen
Das Hallenbad steht seit Monaten leer und vor seinem Abbruch. Das Areal an der Straße Am Schwimmbad in Nievenheim ist äußerst zentral und verkehrsgünstig gelegen. Es müsse wohl überlegt werden, so die örtliche CDU, wie die künftige Nutzung aussieht. FOTO: Lena Hogekamp
Dormagen. Von einem "Filetstück" sprechen die Nievenheimer Christdemokraten. Dort, wo heute noch das Hallenbad steht, das nach den Plänen der Stadt abgerissen werden soll, wäre Platz für eine neue Kita. Die CDU will das Areal sinnvoll nutzen. Von Klaus D. Schumilas

Was passiert mit dem Grundstück an der Straße Am Schwimmbad in Nievenheim, wenn die Sportstätte bis Ende des Jahres abgerissen worden ist? Die CDU spricht von einem "Filetgrundstück" und einer in städtebaulicher Hinsicht besonderen Bedeutung. Sie befürchtet einen (zu) raschen Verkauf durch die Grundstücksinhaberin Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD). "Sinnvoll wäre es, dass die Stadt einen Rückkauf des Geländes prüft", sagen die beiden Nievenheimer CDU-Stadtverordneten Carola und Rüdiger Westerheide.

Seit Monaten schwelt der Streit um das Nievenheimer Bad. Eine Interessengemeinschaft (IG) macht sich für den Erhalt und Weiterbetrieb stark und möchte das durch einen Bürgerentscheid erreichen. Doch das (vorgeschaltete) Bürgerbegehren wurde im Stadtrat für rechtlich unzulässig erklärt, weil es verfristet sei. In einem Eilverfahren stützte das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Position der Stadt. Die Hauptverhandlung steht noch aus. Die IG hat inzwischen Beschwerde gegen den Beschluss vor dem Oberverwaltungsgericht eingelegt. Derweil laufen bei der SVGD die planerischen Vorbereitungen für den Abriss des Hallenbads.

Die CDU fordert nun die Stadt auf, in der nächsten Ratssitzung im Mai "Szenarien für die Entwicklung des Grundstückes des Hallenbades Nievenheim vorzustellen und darzulegen, ob beispielsweise ein Rückkauf des Grundstücks durch die Stadt von ihrer Tochtergesellschaft auch mit Blick auf steuerliche Belange realisierbar und sinnvoll ist", so Fraktionsvorsitzender Kai Weber und die beiden Ratskollegen. Sie gehen davon aus, dass das Grundstück Ende des Jahres geräumt sein wird. Die Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft verfüge dann über ein Grundstück, so wird argumentiert, für das sie selbst keine Verwendung habe und das sie daher aus ökonomischen Gründen best-und schnellstmöglich zu vermarkten suchen dürfte. "Aufgrund seiner zentralen Lage in Nievenheim kommt diesem Grundstück eine besondere Bedeutung zu", sagen Carola und Rüdiger Westerheide. Sie geben den in den vergangenen Jahren "enorm gestiegenen Bedarf im Bereich von Plätzen in Kindertagesstätten" an und schlagen vor, das Hallenbad-Grundstück gegebenenfalls für den Bau einer solchen Einrichtung vorzuhalten. "Das kann gerne auch ein multifunktionales Gebäude sein, das zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise in eine Senioreneinrichtung umgewandelt werden könnte."

Dem Grundstück nahe der Bismarckstraße kommt auch aus verkehrlicher Sicht eine Bedeutung zu. Denn inzwischen gibt es erste Planung für eine Umgehungsstraße zur Entlastung Nievenheims vom Durchgangs- und Berufsverkehr. Der soll nach aktuellen Überlegungen über eine Spange über die Marie-Schlei-Straße geführt werden. Genau gegenüber mündet eben die Straße Am Schwimmbad ein. Fraktionschef Kai Weber sagt: "Ziel der Stadt sollte es daher sein, dieses Grundstück wohlüberlegt einer dauerhaften und sinnvollen Nutzung zuzuführen und einen möglichen ,Automatismus' einer schnellen Vermarktung durch die SVGD zu stoppen."

Quelle: NGZ
 
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