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Dormagen
Stadt sucht Gespräch im Streit um Tourist-Info

Dormagen. Michael Bison hat Deeskalation auf die Tagesordnung geschrieben. Der Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) will in einem Gespräch mit den Vereinen in Zons eine Lösung im Streit um den geplanten Umzug der Tourist-Info ins Kreismuseum erreichen. "Es geht nur gemeinschaftlich", sagt Bison. Um Ruhe in das Thema zu bringen, das viele Zonser vor Ort bewegt, soll es auch vorerst nicht mehr öffentlich diskutiert werden, so der Wunsch der Beteiligten. Das Gespräch soll Ende des Monats stattfinden.

Laut Bison hält die SWD an ihrer Vorstellung fest, die Nutzungsmöglichkeiten der Immobilie an der Schloßstraße zu verbessern. "Wir wollen touristisch ein weiteres Angebot schaffen und unsere Fixkosten reduzieren." Die Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), eine Tochter der Stadt, ist Eigentümerin der Immobilie, in der die SWD mit der Tourist-Info als Mieterin zu Gast ist.

Zerschlagen haben sich erste Pläne, mit dem bekannten Dormagener Gastronom Roberto de Bonis (u.a. Eisdiele Adamis) ins Geschäft zu kommen. "Die Geschäftsidee trägt nicht", sagt Bison. De Bonis erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass seine Idee von einer Gastronomie sich aufgrund der hohen Investitionen (Sanierung, Brandschutz) nicht rechne und er deswegen Abstand davon genommen habe. Gleichwohl bleibt der Wunsch bei der SWD nach einer solchen oder ähnlichen Nutzung bestehen. "Gastronomie ist weiter eine Option. Wir müssen über eine kluge Nutzungsmöglichkeit sprechen und sie prüfen", sagt Bison.

Vor wenigen Wochen haben die Pläne der SWD Zonser Heimat- und Kulturvereine aufgeschreckt. Danach soll die Tourist-Info, wie schon vor sechs Jahren einmal geplant, ins Kreismuseum umziehen. Dort gibt es Platz und sollen sich Synergien heben lassen, wenn Besucher der Tourist-Info auch zu Gästen von Ausstellungen werden. Der Rheinturm wiederum, dessen oberste Etage die SWD gerne wieder als öffentliche Aussichtsplattform nutzbar machen möchte, soll dann Platz für Vereinsarbeit bieten. Diese Pläne lehnen die Vereine bislang ab.

(schum)
 
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