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Dormagen
Stadt sucht große Gebäude für weitere Flüchtlinge

Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen
Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen FOTO: RP
Dormagen. Die Stadt Dormagen bereitet sich auf die mittelfristige Aufnahme weiterer Flüchtlinge vor. "Wir werden mehr Plätze als bisher zur Verfügung stellen müssen", mit diesem Ergebnis kam Bürgermeister Erik Lierenfeld gestern Nachmittag von einem Gespräch mit Innenminister Ralf Jäger aus Düsseldorf zurück. Dabei hatte der Minister vielen Bürgermeistern der Städte mit Notunterkünften - darunter auch Ursula Kwasny aus Grevenbroich - deutlich gemacht, dass die Zahl der Flüchtlinge in NRW vorerst nicht abebben werde. Von Carina Wernig

Für die Notunterkunft für 150 Flüchtlinge in der Turnhalle der Realschule am Sportpark, die vorige Woche von der Bezirksregierung Düsseldorf "zunächst bis zum 15. Oktober" verlängert wurde, bedeutet das wahrscheinlich eine noch längere Zeit als Erstaufnahmestelle des Landes. "Davon gehen wir im Moment aus", erklärte der Bürgermeister. "Wir sprechen jetzt mit den Nutzern der Halle an der Beethovenstraße, da wir alle wohl mit einer längeren Ausweichdauer rechnen müssen." Auch wenn gestern keine konkreten Zahlen für Dormagen genannt wurden, heißt das dennoch, dass die Stadt in absehbarer Zeit Kapazitäten zur Verfügung stellen muss, wie Erik Lierenfeld erläuterte: "Wir brauchen als Unterkunft nutzbare Gebäude, am besten große Hallen", ruft er Dormagener auf, diese Gebäude der städtischen Wirtschaftsförderung (02133 257-405) zu melden. "Wir haben eine Task Force gebildet, die die Standorte auf ihre Eignung prüft."

Lierenfeld ist überzeugt, dass die Dormagener erneut mit Hilfsbereitschaft reagieren: "Wir können das gemeinsam stemmen, wenn wir finanzielle und logistische Hilfen von Land und Bund erhalten." Die habe er gestern vom Innenminister deutlich gefordert, so benötige Dormagen mehr medizinische Unterstützung für die Flüchtlinge. "Ich erwarte, dass unsere Personal- und Fix- Kosten vom Land möglichst pauschal übernommen werden." Minister Jäger habe dazu ein Gespräch mit kommunalen Spitzenverbänden angekündigt.

Quelle: NGZ
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