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Dormagen
Stadt sucht neue Ideen für Abendmarkt

Dormagen: Stadt sucht neue Ideen für Abendmarkt
Die beiden Wochenmärkte dienstags und freitags sind Selbstläufer, an diesen Tagen ist die Innenstadt sehr gut besucht. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Im ersten Anlauf ist es nicht gelungen, parallel zum langen Donnerstag einen Abendmarkt zu etablieren. Für den zweiten Versuch braucht die Stadt Ideen und Konzepte. CiDo-Chefin Michaela Jonas ruft nach mehr Kommunikation. Von Klaus D. Schumilas

Nach vier Auflagen ist erst einmal Schluss. Der Feierabendmarkt war der Versuch von Wirtschaftsförderung, City-Offensive, Gastronomen und SVGD neben den beiden Wochenmärkten dienstags und freitags einen Abendmarkt zu etablieren. Das Experiment ist zunächst einmal gescheitert, sagt Stadtmarketingleiter Guido Schenk: "Ein solches Angebot muss letztendlich auch wirtschaftlich sein. Das war es aber nicht. Wurst-, Gemüse- oder Gewürzhändler haben einfach zu wenig Umsatz gemacht." Jetzt soll über den Winter hinweg an einem neuen Konzept gebastelt werden. Denn in anderen Städten, von Grevenbroich über Heiligenhaus bis Wassenberg, läuft ein solcher Abendmarkt sehr gut. Nur nicht in Dormagen. "Das Markt-Konzept ist nicht ausreichend genug mit den Gastronomen vor Ort abgesprochen", kritisiert Michaela Jonas, Vorsitzende der City-Offensive CiDo, und sorgt damit für Zündstoff.

Das Beste war die Musik, darüber sind sich alle einig. Ob Boogie-Woogie, Gitarrist Sven Jungbeck oder Soulsängerin Kat Moore - Live-Musik anzubieten, das war der beste Schachzug. Ebenso die kulinarischen Angebote. Ansonsten lief wenig, die Besucher straften die Händlerstände weitestgehend mit Missachtung. Guido Schenk spricht von "pittoresker Beigabe", mehr war es nicht für die Besucher. Das soll so nicht weitergehen. Doch wie dann? Grevenbroich setzt erfolgreich auf Foodtrucks und einen Markt als Treffpunkt der Menschen, Wassenberg auf regionale Produkte, Bio, und eine spezielle gastronomische Abendkarte. Der "Runde Tisch Innenstadt" hat sich auf den Winter vertagt, um Ideen zu entwickeln. Daran soll auch der neue Wirtschaftsförderer Michael Bison maßgeblich mitwirken.

Noch nicht angekommen ist bei den Dormagenern der Feierabendmarkt. Die Resonanz war bislang schwach. FOTO: ati

Er soll, das wünscht sich Michaela Jonas, mithelfen, den Zusammenhalt der Händler zu stärken und vor allem die Kommunikation zu verbessern. "Viele Gastronomen sind frustriert", berichtet sie aus Gesprächen. Nur ein Beispiel: "Warum wird bei einem Feierabendmarkt ein externer Coffee-to-Go-Stand gemietet, wenn es drumherum genügend Cafés mit tollen Spezialitäten gibt?" Oder ein anderes, das sich gegen die SVGD richtet: "Wenn die Unternehmen den ersten Donnerstag als langen Donnerstag, kombiniert mit eben diesem Feierabendmarkt, wünschen, sollte man nicht einfach darüber hinweg gehen und den zweiten Donnerstag im Monat nehmen." CiDo wünscht sich ein Markt-Konzept, das mit den heimischen Gastronomen abgesprochen wird. Jonas: "Wo sie dann beispielsweise Spezialitäten anbieten können. Eine Idee wären auch Motto-Tage." Ihren Worten zufolge habe Hans-Dieter Lehnhoff, Chef des Ring-Kaufhauses, vier lange Donnerstage (und Abendmärkte) im Jahr vorgeschlagen, und zwar in den umsatzstärksten Monaten März, Juni, September und Dezember. Stadtmarketingleiter Schenk war unter der Woche schon tätig und hat mit Kollegen in Wassenberg gesprochen. "Interessant", sein Urteil. "Dort stellt die Stadt den Händlern Stände kostenlos zur Verfügung und nimmt, wie wir auch, keine Standgebühr. Es gibt dann auch andere Angebote wie selbst gemachte Liköre oder Produkte vom Hobby-Imker." So etwas könne er sich auch für Dormagen vorstellen.

Quelle: NGZ
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