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Dormagen
Stadt verteilt Schulbuch-Kauf auf insgesamt vier Anbieter

Dormagen: Stadt verteilt Schulbuch-Kauf auf insgesamt vier Anbieter
Stadtsprecher Harald Schlimgen kennt das Verfahren. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Rund 290.000 Euro gibt die Stadt Dormagen pro Jahr für Schulbücher aus. Der Auftrag dazu komme nicht einem Buchhändler zugute, sondern werde "gestückelt", erklärt Stadtsprecher Harald Schlimgen. Heißt, die benötigten Bücher werden auf "vier Lose" verteilt, auf jedes Los fallen dann umgerechnet circa 72.000 Euro. Von Anneli Goebels

Der Auftrag werde dann, so Schlimgen, bundesweit ausgeschrieben. Ein Muss. Und dahinter steckt nicht die Absicht, die örtlichen Buchhändler zu umgehen, sondern schlicht und ergreifend ein Zwang, denn ein anderes Vergabeverfahren in dieser Höhe ist nicht zulässig, weil ein sogenannter Schwellenwert überschritten wird. "Die Erfahrung zeigt, dass wir pro Los ungefähr 100 Bieter haben", sagt Schlimgen. Zu den Auswahlkriterien gehören u.a. natürlich der Preis sowie die Wirtschaftlichkeit. Neu ausgeschrieben werde der Auftrag übrigens wieder im kommenden Frühjahr für das Schuljahr 2016/17.

Auch wenn der örtliche Buchhandel nicht direkt angesprochen werden darf, kann er sich bewerben. "Das haben wir einmal in Gemeinschaft mit allen Dormagener Buchhändlern gemacht", sagt Jorgos Flambouraris, Inhaber der City-Buchhandlung. Allerdings habe man den Auftrag nicht bekommen. Damit verbunden sei, so Flambouraris, auch viel Arbeit. Die Bücher müssten sortiert, nach Schulen geordnet und schließlich auch angeliefert werden. "Wir haben das inzwischen aufgegeben", sagt er. Allerdings, fährt der Buchhändler fort, klappe die Zusammenarbeit mit den örtlichen Fördervereinen der Dormagener Schulen gut.

"Davon profitieren alle Buchhändler vor Ort", sagt er. Die Fördervereine, die in der Regel das "Material" zusteuern, für das der Schulträger kein Geld zur Verfügung stellen kann, und das beispielsweise in Projekte oder Arbeitsgemeinschaften fließt, kämen gern auf die Buchhandlungen zu.

Quelle: NGZ
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