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Dormagen
Stadt: Wasser-Pipeline soll geräuschlos arbeiten

Dormagen: Stadt: Wasser-Pipeline soll geräuschlos arbeiten
FOTO: Hammer, Linda (lh)
Dormagen. Beim dritten Bürgerforum stellten Rheinfelder viele Fragen zur Rheinwasser-Transportleitung, die ab 2030 den Tagebau-Restsee füllt. Von Carina Wernig

Dass die Rheinwasser-Transportleitung ab 2030 den Tagebau-Restsee in Garzweiler beliefern soll, steht fest - das sieht der 1995 beschlossene Braunkohlenplan so vor. Wo genau diese unterirdische Wasser-Pipeline in Dormagen verläuft, steht jedoch noch nicht ganz fest, wie Gregor Nachtwey, Städtebau-Fachbereichsleiter, am Mittwoch in Rheinfeld sagte. Darüber wird im Braunkohlenausschuss der Bezirksregierung Köln entschieden, der im Juni 2015 das Verfahren auf den Weg bringen wird. Dann folgt eine Umweltverträglichkeitsprüfung bevor die Bürger ab Juni 2016 beteiligt werden und Einwände vorbringen können. Nach den Genehmigungen soll 2025 mit dem Bau der zweirohrigen Pipeline begonnen werden, die etwa 30 Jahre lang Wasser nach Garzweiler pumpen soll.

Beim dritten Stadtteilgespräch mit dem Bürgermeister - nach Stürzelberg und Delhoven - hatten sich mehr als 50 Rheinfelder im Feuerwehrgerätehaus von der Stadt über Projekte informieren lassen - und selbst Anregungen zu Themen wie neue Wohnbauflächen, Straßenverkehr und Deich gegeben. Darüber freute sich Bürgermeister Erik Lierenfeld, der eine positive Bilanz zog: "Wir haben auch einige neue Anregungen erhalten, die wir nun prüfen werden." Das Angebot der Bürgerforen werde gut angenommen und weiter fortgesetzt.

Hier in Rheinfeld - oder südlich von Zons - könnte die zukünftige Wasser-Entnahmestelle für die Transportleitung nach Frimmersdorf liegen. FOTO: LH/ON

Die Transportleitung stieß auf großes Interesse: Nachtwey berichtete von der Zusicherung des Betreibers, die die Rheinfelder gern hörten: "Das Pumpkraftwerk wird eingehaust, daher wird es keine Emissionen geben. Auch von der Leitung sollen keine Erschütterungen oder Geräusche ausgehen, wurde uns versichert." Die Trassenvariante im Norden von Dormagen (zwischen Zons und Rheinfeld, nördlich von Horrem und Straberg bis südlich von Gohr) wird favorisiert, die südlich von Worringen als nicht so geeignet angesehen. Die Stadt hatte zwei Alternativen - eine durch den Chempark, eine entlang der Europastraße - vorgeschlagen, die jedoch RWE Power ablehnte: "Leider erwiesen sie sich als nicht tragfähig", erklärte Lierenfeld. Noch überlegt werden drei mögliche Rheinanschlüsse zwischen Zons und Rheinfeld, einer davon ist die Variante mit einem Hochufer auf dem Gelände gegenüber dem TSV-Sportcenter, was eine Deichquerung vermeiden würde (die NGZ berichtete).

Die Pipeline war nicht das einzige Thema, das die Rheinfelder intensiv diskutierten. Ihre Kritik: Die Ampelschaltung an der Kreuzung B 9/Europastraße bevorzuge die Bundesstraße. Gottfried Koch, der Leiter der Technischen Betriebe Dormagen, bestätigte den Eindruck, dass sich die Schaltung dort seit dem Bau des neuen Radweges verschlechtert hat und sich der Verkehr von Dormagen nach Rheinfeld stärker staut. "Wir kümmern uns darum beim zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW", versprach er. Um den Rückstau während der Hauptverkehrszeiten an der Ampelkreuzung Walhovener Straße/B 9 zu entschärfen, prüfen die Technischen Betriebe dort einen freien Rechtsabbieger. Den seit langem bestehenden Wunsch, auf der B 9 in Höhe Walhovener Straße das Limit von Tempo 70 auf 50 zu reduzieren, wird die Verwaltung bei Straßen NRW ebenfalls erneut vortragen.

Quelle: NGZ
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