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Dormagen
Stadt will ganz auf temporäre Flüchtlingsheime setzen

Dormagen. Der Flüchtlingszustrom nach Dormagen ist nicht abgeebbt. Das machen die Zahlen deutlich, die Bürgermeister Erik Lierenfeld gestern im Hauptausschuss vorstellte: Die Zahl der zugewiesenen Asylbewerber ist auf 823 gestiegen, dazu kommen die 350 Plätze in den beiden Landes-Notunterkünften, die zurzeit jedoch nicht mit vorübergehend in Dormagen bleibenden Flüchtlingen belegt sind. "Das wird sich bald wieder ändern, da der Rhein-Kreis Neuss 150 Flüchtlinge von seiner Erstaufnahmeeinrichtung im BBZ in Grevenbroich nach Dormagen verteilen wird", erklärte Lierenfeld. Diese 350 Plätze werden Dormagen zurzeit noch angerechnet, was nach dem 29. Februar womöglich anders aussehen könnte: "Falls das Land die beiden Notunterkünfte nicht mehr benötigt, müssen wir mit 70 zugewiesenen Flüchtlingen pro Monat mehr rechnen, bis die 350 Plätze erreicht sind", sagte Lierenfeld. Von Carina Wernig

In diesem Jahr wurden Dormagen nach der vereinbarten Feiertags-Pause bisher 63 Asylbewerber zugewiesen, weitere zehn sind für nächste Woche Mittwoch angekündigt. Im Schnitt rechnet die Verwaltung für dieses Jahr mit 25 zusätzlichen Flüchtlingen pro Woche, insgesamt 1300 neu zu schaffenden Plätzen.

Dafür plant die Stadt elf neue Unterkünfte, davon die erste als "Willkommens-Zentrum" bis Ende Februar an der Kieler Straße im Top-West-Gewerbegebiet. Ebenfalls terminiert ist die Fertigstellung der Unterkunft am Rudolf-Harbig-Weg auf Mitte März. Anfang Mai folgen die ersten Häuser (je 50 Plätze) Aufm Pohlacker und am Sportplatz Delhoven, Anfang Juni dort die zweiten. An der Marie-Schlei-Straße soll die Unterkunft in der zweiten Juli-Hälfte bezugsfertig sein.

Sechs weitere Unterkünfte sollen nach heutiger Planung im Laufe des Jahres folgen, darunter auch drei festinstallierte Bauten auf ehemaligen Friedhofserweiterungsflächen in Straberg, Gohr und Nievenheim. Dazu kündigte der Bürgermeister gestern eine womögliche Änderung an: "Die Verwaltung tendiert dazu, sich auf temporäre Bauten zu beschränken, da sie größere Rechtssicherheit bieten", wies Lierenfeld darauf hin, dass die Politiker wahrscheinlich in der Ratssitzung am 2. Februar über diese Veränderung informiert werden.

Quelle: NGZ
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