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Dormagen
Stadt will mehr Wildblumenwiesen, Leibniz fördert Artenreichtum

Dormagen. Wildblumenwiesen sehen nicht nur schön aus, sondern fördern auch die biologische Artenvielfalt. Auf einem Quadratmeter einer blütenreichen Wiese existieren bis zu 60 verschiedene Pflanzenarten. Rund 1500 Insekten- und Spinnenarten finden hier einen wertvollen Lebensraum - darunter allein bis zu 30 Schmetterlingsarten. "In Dormagen soll es deshalb mehr dieser Naturflächen geben", hat sich der städtische Klimaschutzmanager Dennis Fels vorgenommen. Zusammen mit der Biologischen Station und den Technischen Betrieben startete er mit dieser Initiative direkt vor der eigenen Haustür und legte eine Wildblumenwiese vor dem Technischen Rathaus an der Mathias-Giesen-Straße an.

Doch nicht nur dort ist eine bunte Alternative zum üblichen Einheitsrasen entstanden. Auch auf den Streuobstwiesen, die von der Stadt in Kooperation mit der Biologischen Station Knechtsteden als ökologische Ausgleichsflächen angelegt wurden, gedeihen vielfach schon Wildblumen. Eine dieser Flächen befindet sich zwischen Hackenbroich und Delhoven hinter der Gärtnerei Peters.

Dort brachte sich jetzt die Umwelt-AG des Leibniz-Gymnasiums ein: Gemeinsam mit ihrem Lehrer René Jungbluth bauten die Schüler Marten Willemsen, Simon Stiller, Jan-Luca Phillip, Tom Kallus und Denise Beivers fleißig "Insektenhotels", um den Artenreichtum zusätzlich zu fördern. Beim Aufstellen der Nisthilfen war auch Bürgermeister Erik Lierenfeld vor Ort. Er bedankte sich bei den Schülern ausdrücklich für ihr Engagement, ebenso Klimaschutzmanager Dennis Fels.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat laut Stadt ebenfalls schon Nistmöglichkeiten auf dieser Fläche angelegt. "Hier arbeiten viele Partner Hand in Hand, und die Jugendlichen bringen sich in ein wichtiges Netzwerk ein", urteilte Lierenfeld, der sich darüber erfreut zeigte.

Auf einer Wildblumenwiese finden nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) viermal mehr Vogelarten Nahrung als auf einem gepflegten Einheitsrasen, wie er in vielen Wohnsiedlungen zu finden ist.

Quelle: NGZ
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