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Dormagen
Stein der Barmherzigkeit

Dormagen: Stein der Barmherzigkeit
Zahlreiche Gemeindemitglieder von St. Michael haben das Projekt umgesetzt (v.l.): Markus Wegener, Michael Preuss, Ansgar Beuten, Frieder Neher (u.), Diakon Ronald Brings und Frank Bosch an der Stele am Rheinufer. FOTO: G. Salzburg
Dormagen. Am 24. September wird der "Stein der Barmherzigkeit" von Weihbischof Schwaderlapp an der Piwipp eingeweiht. Von Carina Wernig

Der "Stein der Barmherzigkeit" steht schon seit Juli am Dormagener Rheinufer in der Nähe des Hauses Piwipp und der Anlegestelle des "Piwipper Böötchens". Dort wurde das 1,60 Meter hohe und eine Tonne schwere Beton-Kreuz bereits von zahlreichen Spaziergängern und Radlern gesehen. Am Sonntag in einer Woche, am 24. September, wird Weihbischof Dominikus Schwaderlapp die Stele ab 14 Uhr einweihen.

Über die "tolle Initiative von Gemeindemitgliedern" freut sich auch Pfarrer Peter Stelten von St. Michael Dormagen-Süd sehr: "Damit hat unsere Gemeinde ein außergewöhnliches Zeichen gesetzt, an dem viele Dormagener mitgewirkt haben", kommentierte er bereits bei der Umsetzung der Idee vor einem Jahr. Beim Michaelismarkt 2016, der den Schutzheiligen von Pfarre und Stadt im Namen trägt, hatten sich rund 500 Dormagener an der Stelenaktion beteiligten, indem sie Karten mit Gebeten und Gedanken beim Betongießen auf dem Vorplatz von St. Michael für eine "Zeitkapsel" beisteuerten und mit diesen im Innern der Stele versenkten Gedanken Teil des Denkmals wurden. Zudem hatten vor knapp einem Jahr viele Gläubige Beton mit einer Kelle in die vorbereitete Schalungsform gespachtelt.

Die Kreuz-Stele aus Beton trägt deutlich sichtbar die Kernaussagen zu den sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen und Tote bestatten. "Mit dem Stein der Barmherzigkeit möchten wir in besonderer Weise zum Nachdenken anregen und im von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr das Thema wieder neu in das Bewusstsein der Menschen rücken", erklärte Diakon Ronald Brings, der mit dem Stelen-Team die Idee entwickelt und umgesetzt hat.

"Wir wollten einen schönen Platz für unser - im wahrsten Sinne des Wortes - 'Denk-Mal' suchen, an dem wir möglichst viele Menschen erreichen können, die in unserem hektischen Alltag einen Moment innehalten wollen", hatte Pfarrer Stelten erklärt. "Die Stele soll als Wegekreuz an einem Ort stehen, der von vielen Menschen gesehen wird und der zum Verweilen einlädt", führte Diakon Brings aus. Dazu waren zahlreiche Standorte diskutiert worden, unter anderem in Zons, wo sie ursprünglich an der Südseite der Burg Friedestrom am ehemaligen Treidelpfad aufgestellt werden sollte, was dann nach Vorbehalten von Zonser Vereinen auch aus Natur- und Landschaftsschutzgründen wieder verworfen wurde.

In den vergangenen drei Jahren hat die "Spirit"-Gruppe von sechs Männern - neben Brings noch Ansgar Beuten, Frank Bosch, Frieder Neher, Michael Preuss und Markus Wegener - jeweils eine Aktion gestartet. "Wir wollten nach den Kirchenführungen etwas weiteres Spirituelles anbieten", weist Brings auf die Pilgerwanderung 2014, den Tag des Stundengebets 2015 und den Stein der Barmherzigkeit 2016 hin.

Quelle: NGZ
 
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