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Dormagen
Steinzeit-Lager beim Denkmaltag besichtigen

Dormagen. Wer bei "Gohr 6" an eine Postadresse im kleinen westlichen Dormagener Stadtteil denkt, liegt falsch. Der Interessierte kann aber am 11. September erfahren, was tatsächlich hinter dieser Bezeichnung steckt: ein Waldjägerlager aus der Zeit nach 7000 vor Christus.

Beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals an diesem Datum gibt es in der Stadt viele historische Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Neben Führungen durch die mittelalterliche Zollfeste Zons und das Kloster Knechtsteden gibt es erstmals einen Gang zu der wichtigsten steinzeitlichen Fundstätte im Stadtgebiet, "Gohr 6". Vom Gefängnisturm und dem Wehrgang der Zonser Burganlage bis zum größten romanischen Fresko am Niederrhein in der Knechtstedener Basilika erwartet die Besucher ein spannendes Programm, das unter dem bundesweiten Motto "Denkmale gemeinsam erhalten" steht.

"Ein besonderes Beispiel dafür, wie dieses Motto vor Ort umgesetzt wird, ist die Sanierung der Zonser Windmühle", sagt die städtische Denkmalschutzbeauftragte Heike Hachenberg. "Dort haben sich der Förderverein Denkmalschutz und der Heimat- und Verkehrsverein in den vergangenen Jahren mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement eingebracht."

Und das erwartet die Besucher unter anderem: Von 11 bis 18 Uhr sind die Zonser Windmühle und das kleine Mühlenmuseum im ehemaligen Sacklager geöffnet. Die Burganlage Friedestrom steht in Zons ebenfalls von 11 bis 18 Uhr zur Besichtigung frei. Führungen durch den Juddeturm mit seinem dunklen Verlies beginnen um 13, 14.30, 16 und 17 Uhr. Im früheren Herrenhaus der Burg Friedestrom lädt das Kreismuseum zur Besichtigung seiner Ausstellung "Der Gartenzwerg - Geschichte eines kleinen Volkes" ein. Stadtmarketing und der Heimat- und Verkehrsverein laden für 14.30 Uhr zu einer Führung durch die Altstadt ein. Im Kloster Knechtsteden empfängt der Spiritanerorden die Besucher zu zwei Führungen durch Basilika und Abteianlage.

(schum)
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