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Dormagen
Straberg und Hülchrath sind Kreissieger

Dormagen: Straberg und Hülchrath sind Kreissieger
Die Delegationen der Gewinner aus Straberg und Hülchrath mit Jury-Vorsitzendem Johannes Nordmann (2.v.l.) und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (3.v.r.). FOTO: Berns Lothar
Dormagen. Gleich zwei Dörfer werden den Rhein-Kreis Neuss beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Landesebene vertreten: Die Kommission schickt Straberg und den vielfachen Sieger Hülchrath ins Rennen. Von Carsten Sommerfeld und Carina Wernig

Die grandiose Präsentation des Straberger Zusammenhalts am vergangenen Donnerstag vor der Jury des Kreiswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" hat sich gelohnt: Gestern wurde Straberg gemeinsam mit dem Seriensieger Hülchrath als Kreissieger (1500 Euro) benannt. Beide Orte vertreten den Rhein-Kreis 2018 beim Landeswettbewerb. Große Freude bei Margret Steiner und Jürgen (Yogy) Brockmeyer aus Straberg bei der Preis-Verkündung in Grevenbroich. Erstmals war der Ort angetreten - und überzeugte prompt.

Bürgermeister Erik Lierenfeld äußerte sich erfreut über das Ergebnis: "Die Dorfgemeinschaft stand geschlossen hinter dieser Initiative, die wir gerne unterstützt haben. Das hat sich für das Walddorf ausgezahlt. Die Straberger haben den Sieg verdient nach Hause gebracht." Denn unter der Regie von Manfred Steiner war die Bewerbung mit dem städtischen Fachbereich für Bürger- und Ratsangelegenheiten und allen Straberger Ortsvereinen vorbereitet worden. So wurde die Bewertungskommission auf einem umgebauten Karnevalswagen durch den Ort gefahren, überall standen Bewohner und winkten. Besonders beeindruckend: Überwiegend junge Vertreter der Vereine stiegen an vielen Stationen bei der Rundfahrt zu und erläuterten begeisternd ihre Arbeit.

Eine Woche lang war die Jury unter Vorsitz von Johannes Nordmann durch 20 Dörfer getourt. Erstmals konnte der Rhein-Kreis zwei Kreissieger benennen. "Das war gut so, die Wahl ist nicht leicht gefallen. Die Dorfgemeinschaften haben Beeindruckendes auf die Beine gestellt", sagte Nordmann. Preise gehen an alle Teilnehmer.

Hübsche Häuser und viel Grün sind zwar Kriterien, doch es kommt sehr auf das Dorfleben, auf gemeinschaftliches Engagement an. "Der Wettbewerb lebt vom gemeinsamen Handeln der Bürger", betonte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Als Rezept für den Hülchrather Erfolg nennt Dorfgemeinschafts-Vorsitzender Albert Stromann "Kontinuität. Wir arbeiten täglich daran, den Ort zu verschönern". Die aktive Dorfgemeinschaft überzeugte.

Straberg punktete unter anderem mit seinem engagierten Vereinsleben. "Zahlreiche Bürger standen vor den Häusern, viele hatten geflaggt", berichtete Margret Steiner. Positiv fielen der Kommission etwa die Anstrengungen zur Erhaltung des Gemeindehauses, des Alfred-Delp-Hauses, die Herstellung des neuen Waldstadions mit Sponsoren und Eigenleistung und die Integration von Neubürgern auf.

Die anderen Orte brauchen sich nicht zu verstecken. Vier Sonderpreise (300 Euro) vergab die Jury an die Dorfgemeinschaft "Allrath aktiv", an den Gartenbauverein Gindorf und den Verein Gindorf, an die Dorfgemeinschaft Wallrath und ans Berufsförderungszentrum Schlicherum. Nun hofft Petrauschke, dass 2020 mehr Orte mitmachen.

Quelle: NGZ
 
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