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Dormagen
Straberger Asylheim entsteht am Bolzplatz oder am Friedhof

Dormagen. 806 Asylbewerber leben in Dormagen, dazu kommen zurzeit 350 Landes-Notunterkunftsplätze. Bürgermeister Erik Lierenfeld informierte die rund 350 Besucher der Bürgerversammlung im Straberger Hubertussaal darüber, dass im Februar und März wohl keine kommunalen Zuweisungen für Dormagen zu erwarten sind: "Die Flüchtlinge sollen jetzt zuerst den kreisfreien Städten zugewiesen werden, um die ungleiche Verteilung auszugleichen. Das gibt uns Gelegenheit zum Verschnaufen, bis die ersten neuen Unterkünfte Ende Februar fertig sind." Je nach Bedarf werden die dezentralen Unterkünfte im ganzen Stadtgebiet umgesetzt, so der Bürgermeister: "Wir werden nicht irgendetwas bauen, was dann leer steht, das wäre allein aus fiskalischen Gründen Irrsinn." Statt dessen werde die Stadt die temporären Neubauten nach und nach bauen. Lierenfeld will dem Rat am 2. Februar vorschlagen, ganz auf neue dauerhafte Unterkünfte zu verzichten - zugunsten von Wohncontainern für drei bis sechs Jahre. Die Stadt rechnet bis Ende 2016 mit 2300 neuen Asylbewerbern - im Schnitt 25 pro Woche. Zwar seien es im Januar nur 76 statt der erwarteten 100 Flüchtlinge gewesen - in den Vormonaten lagen die Zahlen jedoch viel höher. Elf Unterkünfte sind für 2016 geplant, dazu soll noch jeweils eine Unterkunft in Stürzelberg und Zons mit insgesamt 400 Plätzen kommen. Vorschläge zu den Standorten werden im Rat vorgestellt. Seit Freitag hat die Stadt eine Alternative zur Fläche am Friedhof für eine Unterkunft für 80 Flüchtlinge in Straberg: Auf dem Bolzplatz neben der neuen Sportanlage könnten zwei Gebäude entstehen. "Dieser Standort wäre auch besser zu erschließen", benannte Lierenfeld die Bolzfläche als Favorit der Verwaltung, die sich darin mit den Straberger Ratsherren Karl-Heinz Heinen (CDU) und Erich Leitner (SPD) einig ist.

Einige Straberger äußerten Sicherheitsbedenken wegen der Flüchtlinge, andere warnten vor deren pauschaler Kriminalisierung. Die Stadt werde für größtmögliche Sicherheit sorgen, so Lierenfeld.

(cw-)
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