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Dormagen
Straberger punkten mit Begeisterung

Dormagen: Straberger punkten mit Begeisterung
Brudermeister Uli Baumer (l.) zeigte der Wettbewerbs-Jury mit vielen Strabergern und Bürgermeister Erik Lierenfeld die Schönheiten des Walddorfes, angefangen an der Kirche St. Agatha. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Die Jury des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" lernte gestern das Walddorf kennen und schätzen. Dabei lobten die Bewerter das Engagement, die Natur und die Präsentationsform. Die Kreissieger werden am Montag verkündet. Von Carina Wernig

Ein Mitfahrer brachte es anerkennend auf den Punkt: "Bald ist ganz Straberg hier auf dem Wagen, super!" Denn die Organisatoren um Manfred Steiner hatten sich eine besondere Präsentationsform der Schönheiten ihres Walddorfes ausgedacht: Die Jury des kreisweiten Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" wurde auf ihrer 17. Station mit einem umgebauten Karnevalswagen zu den wichtigen Punkten des Dorflebens gefahren. Dort stiegen immer wieder weitere Straberger hinzu, die engagiert von ihren Vereinen berichteten. "Das ist eine tolle Idee, sie haben so viel zu bieten", sagte Jurorin Doris Jäger erfreut. "Vor allem, dass so viele junge Leute hier begeistert mitmachen, finde ich beeindruckend", ergänzte ihre Bewerter-Kollegin Edelgard Stahl-Kamerichs. Auch Juror Johannes Nordmann stellte heraus, wie "toll die Begeisterung von Jung und Alt hier überschwappt".

Gestern nahm die Wettbewerbs-Kommission das schmucke Straberg genau unter die Lupe, viele Bewohner winkten dem Jury-Wagen zu, den ein Traktor durch die Straßen und den Wald zog. Mit an Bord war auch Bürgermeister Erik Lierenfeld, der vom Wagen aus auf den liebevollen Namen "Walddorf" einging: "Straberg liegt im größten zusammenhängenden Waldzug des Rhein-Kreises Neuss inmitten von Natur- und Landschaftsschutzgebieten". Straberger seien aber "keine Hinterwäldler, sondern im Gegenteil sehr zukunftsgerichtet", lobte der Bürgermeister. Die Dorfgemeinschaft stehe mit großer Geschlossenheit hinter der Initiative, alle wichtigen Ortsvereine von der Feuerwehr über den FJS bis zur Waldjugend seien mit dabei.

Nach sehr langer Pause - 1988 hatte Gohr den Kreiswettbewerb gewonnen - beteilige sich Dormagen nun wieder. "Ich freue mich, dass so viele heute hier sind, um diesen Zusammenhalt auch zu demonstrieren", sagte Lierenfeld: "Die Herzen aller Straberger schlagen für ihren Ort." Das sei auch beim 150-Jährigen der Schützenbruderschaft zu spüren gewesen, wo Landrat Hans-Jürgen Petrauschke "Straberg is e Jeföhl" gesagt habe, zitierte ihn der Bürgermeister.

Auch Brudermeister Ulrich Baumer, der den urlaubenden Koordinator Steiner vertrat, betonte den Zusammenhalt der Straberger: "Wir sind eine verschworene Gemeinschaft, in der sich alle Vereine gegenseitig unterstützen", sagte Baumer: "Dann verzichtet ein Verein schon mal auf Zuschüsse, wenn ein anderer in dem Jahr ein großes Projekt hat." Ein Ziel der Straberger Vereine sei es, das Alfred-Delp-Haus für alle zu erhalten, damit von Kindern bis zu Senioren sich alle dort treffen können. Wie es Mitmoderatorin Ute Güsgen (kfd) erklärte: "Wir halten zusammen in Straberg." Auch das Königspaar Jörg Grips und Wera Mentges lobte: "Wir werden vom ganzen Ort getragen!" Die Jugendarbeit stand bei vielen Beiträgen im Mittelpunkt, so bei Johanna vom Jugendtreff, David von der Schützenjugend, Constantin vom Maikomitee und Max vom FC Straberg.

Heute stehen noch weitere "Bereisungen" durch die Jury an, bevor dann am Montag die Kreissieger verkündet werden.

Quelle: NGZ
 
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