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Dormagen
Streit um Alte Schule vor der Lösung

Dormagen: Streit um Alte Schule vor der Lösung
Ein Dauerbrennerthema in Hackenbroich: Wie wird die Bebauung hinter der Alten Schule ausfallen? FOTO: LH
Dormagen. Beim Dauerthema Bebauung Alte Schule in Hackenbroich zeichnet sich endlich eine Lösung ab: Im dritten Anlauf könnte sich die Politik auf eine maßvolle Bebauung mit einem Mehrfamilienhaus und mehreren Einzelhäusern einigen. Von Klaus D. Schumilas

Vor fast genau fünf Jahren berichtete der damalige Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann von neuen Plänen der Verwaltung, auf dem hinteren Areal der Alten Schule in Hackenbroich Seniorenwohnungen zu errichten. Die stehen bis heute nicht dort, nicht zuletzt deshalb, weil die konkreten Pläne eines Investors im vergangenen Jahr auf Widerstand in der Nachbarschaft stießen und politisch keine Mehrheit fanden. Ein Konsens könnte nächsten Dienstag im Planungs- und Umweltausschuss gefunden werden, wo drei Planungsvarianten auf dem Tisch liegen, in denen es um eine Bebauung mit einzelnen Häusern sowie einem Mehrfamilienhaus geht.

So herrscht Zuversicht bei den beiden großen Fraktionen: "Ich gehen davon aus, dass wir eine Planung auf den Weg bringen werden", sagt Jo Deußen (CDU). Sein Kollege Carsten Müller, Vorsitzender des Ausschusses, sieht dies genauso: "Wir müssen endlich zu einer Lösung kommen!" Es ist der dritte Anlauf, sich endlich auf eine Planung zu verständigen. Nach dem gescheiterten Projekt, eine moderne Seniorenanlage mit 30 Wohnungen im hinteren Bereich der Alten Schule zu bauen, beriet der Planungsausschuss in einer zweiten Runde über eine Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern. Dazu wurde ein Bieterverfahren initiiert, in dem lediglich ein Angebot eingereicht wurde. Mittels einer Bewertungsmatrix wurde das Angebot, in dem es um mit Landesmitteln geförderte Wohnungen zu einem günstigen Mietzins ging, als machbar von der Verwaltung klassifiziert. Politisch umsetzbar war es nicht. Jetzt also Runde drei.

Nun legt die Verwaltung eine Planung mit drei Varianten mit unterschiedlicher Verdichtung vor, über die die Ausschussmitglieder diskutieren sollen. Variante eins sieht eine aufgelockerte Bebauung mit Einzel -und Doppelhäusern (sieben Wohneinheiten) vor, die sich der Umgebung anpassen. In Variante zwei geht es in einer gemäßigten Bebauung um zwei Einzelhäuser, ein Doppelhaus sowie ein Mehrfamilienhaus (neun Wohneinheiten, insgesamt 13 Einheiten). Variante drei gilt als eher verdichtete Bebauung mit drei Mehrfamilienhäusern und rund 22 Wohneinheiten. Alle Varianten sehen eine zweigeschossige Bebauung zuzüglich Dachgeschoss vor.

Für SPD-Politiker Müller ist klar, dass es Variante drei nicht wird, "solche Blöcke in den Gärten", ihm gefällt Variante zwei deutlich besser, auch wenn es "im Detail noch Verbesserungspotenzial gibt". Wichtig sei, die Anwohner mitzunehmen und einzubinden. Dieser Ansicht ist auch Jo Deußen. "In Gesprächen haben wir klar ihren Wunsch für eine aufgelockerte Bebauung mitgenommen." Auch wenn sich die CDU noch nicht festgelegt hat, so wird offenbar die aufgelockerte, gemäßigte Bebauung der Variante zwei der Vorzug gegeben. Laut Verwaltung könne das notwendige Planungsrecht für alle Varianten durch einen neuen Bebauungsplan in Verbindung mit der Änderung des Flächennutzungsplans erfolgen.

Quelle: NGZ
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