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Dormagen
Streit um Kneipen-Lärm wird erneut vor Gericht landen

Dormagen: Streit um Kneipen-Lärm wird erneut vor Gericht landen
FOTO: Linda Hammer
Dormagen. Dass der Dauerstreit zwischen Gastwirt Heinrich Robens und Investorin Petra Helf gütlich endet, daran glaubt auch Bürgermeister Erik Lierenfeld nicht: "Ich rechne mit einem Rechtsverfahren", sagt er im Planungs- und Umweltausschuss. Der beschloss die Offenlage des Bebauungsplans für den Innenbereich an der Hindenburgstraße. Dort will Helf sechs Wohnhäuser errichten, gegen den Widerstand von Robens, der aus Lärmschutzgründen um den Bestand seiner Gastwirtschaft fürchtet.

In der Sitzung ließ Helf ein verbessertes Lärmschutzgutachten vorlegen - die erste Version war vom Oberverwaltungsgericht in Münster nicht akzeptiert worden. Robens hatte einen Tag vor der Sitzung ein eigenes Lärmschutzgutachten eingereicht, zu knapp, um es in die Sitzungsvorlage einzuarbeiten, wie Lierenfeld sagte. Der Forderung von Zentrums-Politiker Hans-Joachim Woitzik, aus Gründen der Fairness in einer folgenden Sitzung auch dem Gutachter der Gegenseite Robens die Gelegenheit zu geben, Daten und Fakten vorzulegen, erteilte der Bürgermeister eine Absage. Bei der folgenden Offenlage werde dieses Gutachten einbezogen. Woitzik war dann der einzige, der nicht zustimmte. In dem neuen Gutachten von Bauherrin Helf, einer Nievenheimerin, die in Hamburg lebt, war der vom OVG geforderte Punkt einer "Lärmmessung bei geschlossenen Fenstern des Festsaals" miteinbezogen worden. Investorin Helf zufolge werde man aufgrund des Lärmpegels von 84 dB nachts eine "hochabsorbierende, 2,30 Meter hohe und 50 Meter lange Lärmschutzwand" bauen, die Lage von schutzbedürftigen Räumen in den Häusern verändern und eine Glaswand auf der Terrassenbrüstung errichten. "Damit ist der Bestand des Betriebes gesichert", so Helf. Das sah Gastronom Robens jedoch anders.

(schum)
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