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Dormagen
Stromkästen-Malaktion der Zonser Kinder soll fortgeführt werden

Dormagen. Sterntaler lüpft sein Hemdchen an der Stürzelberger Straße, beim Einbiegen auf die Deichstraße grüßen Schneewittchen und die sieben Zwerge: Ab sofort spielen Märchen nicht nur während der Spielzeit auf der Freilichtbühne, sondern das ganze Jahr über in Zons eine Rolle. Motive aus bekannten Grimm'schen Geschichten zieren schon zwei der zuvor schmutzig-grauen Strom-Verteilerkästen im Ort, drei weitere folgen.

Es sind Jungs und Mädchen der Friedrich-von-Saarwerden-Grundschule, die hier geschrubbt, skizziert und gemalt haben. Die Bürgerstiftung Dormagen lieferte Idee und Mittel für dieses Projekt, unterstützt von den Kultur- und Heimatfreunden Zons, die die Entstehung der Bilder begleiteten. Allen voran Hermann Kienle, der als Koordinator seit den Osterferien freitags in der sechsten Stunde Zaungast in der Mal-AG war. "Es ist toll, diese Gestaltungsfreude mit Farbe und Pinsel zu sehen", sagte er. Ihn beeindruckte, wie radikal die Dritt- und Viertklässler mit ihren Entwürfen umgingen: "Da wurde manchmal das komplette Motiv kurzerhand noch einmal übermalt."

Den Entstehungsprozess der Stromkastengemälde dokumentiert zurzeit eine Ausstellung im Obergeschoss der Tourist-Information an der Schloßstraße (dienstags bis freitags von 10 bis 16, am Wochenende von 14 bis 16 Uhr). "Zons ist eine große Märchenkulisse, ich finde es gut, dass dieses Erbe an der Grundschule fortgeführt wird", sagte Vize-Bürgermeister Hans Sturm bei der Eröffnung. Fünf der 17 beteiligten Kinder waren dabei, Schulleiterin Renate Zündorf sprach für die maßgeblich an der Aktion beteiligte Kunstlehrerin Saskia Küppers: "Wir freuen uns, dass wir als Schule auf diesem Weg unsere Verbundenheit mit der Stadt Zons zum Ausdruck bringen können."

Die Auswahl der Motive erklärte Vera (10) so: "Wir haben uns an den Straßen im Märchenviertel orientiert." Deshalb werden noch Dornröschen, Frau Holle und Rotkäppchen auf weiteren Stromkästen verewigt. An der Mühlenstraße in der Altstadt lässt Rapunzel schon ihr Haar herunter, gemalt von der Künstlerin Maja Wojdyla, die dort ihr Atelier hat.

"Das ist eine tolle Sache, die wir auf das ganze Stadtgebiet ausweiten wollen", erklärte Martin Voigt, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Dabei sollen Altenheime, Kitas und Schulen mit einbezogen werden.

(-fg)
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