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Dormagen
Strukturen für schnellen Spracherwerb verbessern

Dormagen. Mitten in der Diskussion um Standorte für Asylheime in Dormagen veranstaltete der SPD-Ortsverein Zons-Stürzelberg einen Abend, der sich der Integration widmete. Die Vorsitzende des Ortsvereins, Doris Rexin-Gerlach, zeigte sich zufrieden mit dem Abend: "Die Gespräche haben gezeigt, dass Integration nicht einfach ist. Aber wir in Dormagen sind auf einem guten Weg."

Die Podiumsteilnehmer im Stürzelberger Schützenhaus sprachen sich vor allem für schnelleren Spracherwerb zur besseren Integration aus. So sagte Robert Krumbein, Erster Beigeordneter der Stadt Dormagen, dass Strukturen für den schnellen Spracherwerb sowie die Vermittlung in Arbeit geschaffen werden müssten. Er wies darauf hin, dass die Stadt für das kommende 300 Vorschulplätze und 330 Plätze für Kinder im Schulalter eingeplant habe. Krumbein wies auf die seit Anfang August ständig steigenden Flüchtlingszahlen für Dormagen hin.

Die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf, Miriam Koch, berichtete, dass auch dort die Zahlen noch steigend und Prognosen schwer möglich seien. Man rechne damit, dass etwa 60 Prozent der Flüchtlinge dauerhaft dort bleiben würden. Um Obdachlosigkeit zu vermeiden, ziehe Düsseldorf auch Zeltstädte in Betracht. Koch plädierte dafür, "Integrationsangebote schon frühzeitig während des laufenden Asylverfahrens zu machen, wichtig sind hier insbesondere Angebote zu Sprachkursen". Die Gefahr der Bildung von Parallelgesellschaften sehe sie nicht, da die Motivation zum Spracherwerb und zum Arbeiten vor allem bei den Flüchtlingen aus Syrien sehr hoch sei.

Der Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Dormagen, Mehmet Güneysu, stellte die Arbeit der "Café Grenzenlos" vor. In zwangloser Atmosphäre können Einheimische mit Flüchtlingen zusammenkommen, sich gegenseitig kennenlernen und konkrete Hilfe anbieten.

Quelle: NGZ
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