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Dormagen
Sturmtief "Burglind" lässt Feuerwehr zwölfmal ausrücken

Sturmtief "Burglind" trifft mit Orkanböen auf NRW
Sturmtief "Burglind" trifft mit Orkanböen auf NRW FOTO: Oliver Berg/dpa
Dormagen. Ein Brandmeldealarm in Rheinfeld, der sich als keine größere Sache und nur als Routineeinsatz gestern Mittag entpuppte, konnte Feuerwehrchef Bernd Eckhardt nicht aus der Ruhe bringen.

Seine Kollegen und Mitarbeiter hatten mit Sturmtief "Burglind" deutlich mehr zu tun, das über Deutschland sein Unwesen trieb. In den frühen Morgenstunden mussten die Freiwilligen und das Hauptamt zu zwölf Einsätzen raus, "seit 5.45 Uhr sind wir für euch unterwegs", schreibt die Feuerwehr auf ihrer Facebookseite und wendet sich direkt an die Dormagener. Die antworten auch prompt und äußern großen Dank für den unermüdlichen Einsatz.

Glücklicherweise blieb Schlimmeres aus, anders als in anderen Regionen. Lose Äste, Fassaden- und Hausteile sowie umgestürzte Bäume wurden aus verschiedenen Bereichen des Stadtgebietes Dormagen gemeldet. Und eben auch eine automatische Brandmeldeanlage, die in Rheinfeld auslöste. Dort musste die Feuerwehr jedoch keine Maßnahmen treffen.

Sturmtief "Burglind" fegt über NRW

In Gohr stürzte ein großer Baum quer über einen Fußweg, welcher durch die Feuerwehr gesichert werden musste. In anderen Ortsteilen mussten Bäume und umgestürzte Schilder durch die Feuerwehr beseitigt werden. Zeitweise waren bis zu 70 Feuerwehrleute der Einheiten Mitte, Nievenheim, Hackenbroich, Delhoven, Gohr, Zons und die hauptamtliche Wache im Einsatz. Die Löschzüge Straberg und Stürzelberg wurden für weitere Einsätze bereitgehalten.

Das Fazit der Einsatzkräfte konnte insofern positiv ausfallen, weil kein Mensch durch "Burglind" zu Schaden kam, niemand von einem Ast oder Baum verletzt wurde. Offenbar wurden auch keine Fahrzeuge von herabfallendem Geäst beschädigt. Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Einsatzkräfte über das sogenannte "Unwettermodul" von der Feuerwache geführt. Dieses System ermöglicht eine dezentrale Einsatzführung über das Leistellensystem des Rhein-Kreises Neuss. Somit kann die Kreisleitstelle entlastet werden und sich weiterhin um das Alltagsgeschäft kümmern.

Entwarnung gibt es für die Rettungskräfte allerdings nicht, denn die Unwetterwarnung wurde bis heute verlängert. Am Donnerstagvormittag ist es weniger windig, teilt der Deutschen Wetterdienst in Essen mit. Am Donnerstagmittag aber werde es wieder windiger. Orkanböen wie am Mittwochmorgen werde es aber zunächst nicht geben.

(schum)
 
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