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Dormagen
SVGD: Defizit fällt geringer aus als erwartet

Dormagen: SVGD: Defizit fällt geringer aus als erwartet
Dormagen. Die Stadt fängt das Minus der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft im Geschäftsjahr 2014 auf. Von Klaus D. Schumilas

Unter dem Strich steht zwar ein Verlust in Millionen-Euro-Höhe, doch Geschäftsführung und Aufsichtsrat sind zufrieden: Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) hat für 2014 ein Jahresergebnis von minus 622.000 Euro eingefahren und liegt damit (bis auf 1000 Euro) auf dem gleichen Niveau wie ein Jahr zuvor. Dieses Minus trägt letztlich die Stadt über ihre Tochter, den Eigenbetrieb. In dieser Schlussrechnung steckt bereits ein Zuschuss aus den Gewinnen des Energieversorgers Dormagen (evd) in Höhe von 2,94 Millionen Euro.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EversheimerStuible Treuberater GmbH in Düsseldorf hat den Jahresabschluss testiert und der Stadtrat die Geschäftsführung entlastet - Grund genug für die beiden Geschäftsführer Ulrich Pfister und Klaus Schmitz, bei der jährlichen Bilanzpressekonferenz entspannt das Zahlenwerk zu kommentieren. "Sie haben einen guten Job gemacht", lobte Bürgermeister Erik Lierenfeld, der Aufsichtsratsvorsitzender der SVGD ist, das "hervorragende Ergebnis". Klaus Schmitz sprach von einer "Punktlandung". Die Gesellschaft wurde gegründet, um die Verlustbringer der Stadt aufzunehmen, weil in dieser Struktur größere steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten liegen. Im Einzelnen:

Bäder Im strukturell defizitären Bäderbereich gelang eine sechsprozentige Verbesserung: Das Defizit lag 2014 im Hallenbad Mitte und in Nievenheim bei 1,033 Millionen Euro, 61.000 Euro weniger als im Jahr zuvor. Der Wirtschaftsplan hatte sogar ein Minus von 1,167 Millionen Euro ausgewiesen. Als Grund nannte die SVGD geringere Aufwendungen bei Instandhaltungen und verminderte Personalausgaben.

Verkehr Neben den Bädern ist der ÖPNV der zweite große Verlustbringer. 1,5 Millionen Euro beträgt das Minus (2013: 1,3). Geschäftsführer Schmitz erläuterte, dass beispielsweise an einem in Dormagen gekauften Ticket nach Dortmund verschiedene weitere Verkehrsträger mitverdienen.

Tannenbusch Ein um 15 Prozent schlechteres Ergebnis fuhr die SVGD mit 417.000 Euro ein. Die Gründe liegen am damaligen Orkan "Ela", der "massive Aufwendungen, auch durch Fremdfirmen" verursachte, um die Schäden zu beseitigen.

Parken Eine erfreuliche Entwicklung nimmt dieser Bereich. Laut Schmitz beträgt die Auslastung des Parkhauses Nettergasse bei den 200 Dauerparkplätzen (von insgesamt 460) hundert Prozent. Diese Plätze werden doppelt genutzt: "Tagsüber von Berufstätigen, abends von Anwohnern." Das Minus verringerte sich gegenüber 2013 von 65.000 auf 38.000 Euro. Im Wirtschaftsplan war sogar ein Minus von 88.000 Euro vorgesehen.

Finanzierung Das Energieunternehmen evd, an dem die SVGD 51 Prozent Anteile hält, überwies 2,94 Millionen Euro. Der Eigenbetrieb Dormagen wiederum übernimmt den Verlust der SVGD in Höhe von knapp 622.000 Euro und bekommt für das Wirtschaftsjahr 2014 einen Ausgleich aus dem städtischen Haushalt in der gleichen Höhe.

Quelle: NGZ
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