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Dormagen
Tannenbusch: Paten für Tiere gesucht

Dormagen: Diese Tiere suchen Paten
Dormagen: Diese Tiere suchen Paten FOTO: Michael Albrecht
Dormagen. Besucher des Tierparks können ganz gezielt zu "ihren" Lieblingen gehen - und sich als Paten für sie einsetzten. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald will die Patenschaften aufwerten. Eine Online-Vergabe ist nun möglich. Von Carina Wernig

Auf noch staksigen Beinen bewegt sich das kleine Kitz über die Weide - inmitten des Damwildes ist das junge Reh ein Nachzügler - und wird von den Besuchern sofort ins Herz geschlossen: "Da ist Bambi!" Als Patenkind gibt es Bambi nur im guten Dutzend: Das Damwildrudel ist nur im Ganzen "zu haben" - für 150 Euro im Jahr. Diese Information hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Dormagen auf ihre Internetseite gestellt, unter der eine Online-Vergabe möglich ist: www.sdw-dormagen.de/Tierpatenschaften.

"Wir wollen die Tierpatenschaften gern aufwerten", erklärt SDW-Vorsitzender Marc Pellekoorne. Viele Tiere haben bereits Paten, die mit ihrem Geld den Tierpark unterstützen und dann auch speziell nach "ihren" Lieblingen schauen wollen. "Leider können wir es nicht ermöglichen, dass die Paten rund um die Uhr Zugang zu ihren Tieren haben", betont Pellekoorne. Aber die Verbindung soll trotzdem gefestigt werden: Die Paten bekommen eine Urkunde und ein Dankesschreiben, zudem wird die Patenschaft mit einem Schild am Gehege kundgetan.

Im Internet ist nur zu erkennen, welche Tiere wie lange noch eine Patenschaft haben - und welche noch frei sind. "Wir hoffen darauf, dass sich noch einige Menschen für die Vögel und Enten interessieren", weist der SDW-Vorsitzende darauf hin, dass es naturgemäß bevorzugte Arten und weniger nachgefragte gibt.

Wer im Tannenbusch die herumtollenden Frischlinge beobachtet, kann kaum glauben, dass es noch zwei Wildschwein-Patenschaften (100 Euro pro Jahr und Schwein) gibt. Auch die beiden Deutschen Weideschweine warten für 100 Euro noch auf ihre Paten - und sogar ihre Namen. "Bei einigen Tieren dürfen die Paten auch die Namen vergeben", erklärt Pellekoorne. Zurzeit komplett "vergeben" ist die Esel-Familie Benny, Elli, Emma und Gipsy. Allerdings gelten die Vereinbarungen der SDW vorerst nur für ein Jahr, so dass immer wieder Esel freiwerden, falls die Paten nicht rechtzeitig verlängern. "Wir wollen die Paten aber natürlich noch daran erinnern, dass sie für ein weiteres Jahr mitmachen können", so der SDW-Vorsitzende.

Die bei Kindern besonders beliebten Meerschweinchen sind übrigens auch noch nicht vergeben - die Patenschaft über die ganze Gruppe ist für 50 Euro im Jahr möglich. Enten und Vögel liegen zwischen 50 und 75 Euro, die Uhus bei 75 Euro. Während die Moorschnucken für vergleichsweise preiswerte 80 Euro als Patentiere ausgewählt werden können, kosteten die Heidschnucken mit 150 Euro fast das doppelte. Am teuersten der zurzeit freien Tiere ist das männliche Heckrind für 300 Euro im Jahr.

Auch bei den Bäumen gibt es die Möglichkeit zur Patenschaften (75 Euro für einen Apfel-, Birn-, Kirsch- oder Pflaumenbaum). Allerdings ist nur noch einer der zehn neuen Obstbäume frei. "Wir hoffen auf weitere Flächen", sagt Pellekoorne.

Quelle: NGZ
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