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Dormagen
Tempo-Blitzer bringt fast 36.000 Euro ein

Dormagen: Tempo-Blitzer bringt fast 36.000 Euro ein
Vor gut zwei Monaten wurde der "Blitzer" installiert. FOTO: Lena hogekamp
Dormagen. 1671 Verkehrsverstöße wurden bislang an der gefährlichen Kreuzung L 380/280 registriert.

Die vielen Temposünder auf der Franz-Gerstner-Straße (L 380) sorgen dafür, dass die Finanzierungskosten für die Blitzer-Anlage schon jetzt wieder hereingekommen sind. Zumindest für das erste Mietjahr. Denn genau 35.793 Euro sind an Bußgeldern seit der Installierung der Anlage Mitte Dezember aufgrund von 1671 Verkehrsverstößen an dieser Stelle in die Stadtkasse geflossen - die Miete beträgt 36.000 Euro im Jahr. Diese Zahlen legte die Stadt jetzt auf den Tisch.

Die gute Nachricht: Seit der Inbetriebnahme der Geschwindigkeitsüberwachungsanlage an der Landstraße 380, kurz vor der Einmündung zur L 280, am 14. Dezember vergangenen Jahres gab es keine schweren Unfälle mehr an Dormagens unfallträchtigster Kreuzung. "Zum Glück", sagt Robert Krumbein als zuständiger Dezernent, "denn die Ausfalltage wegen Beschädigungen im Dezember und Januar mit insgesamt elf Tagen hätten auch anders ausgehen können." Noch vor Inbetriebnahme der Anlage gab es vier zum Teil schwere Unfälle im Zeitraum von drei Monaten. "Seit Inbetriebnahme der Anlage hatten wir dort keinen relevanten Unfall mehr."

Dass der "Blitzer" an der Stelle notwendig ist, zeigt die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße. Wegen der unübersichtlichen Kreuzung, auf der insbesondere Linksabbieger in Richtung Delhoven den Verkehr aus Richtung Nievenheim kommend nur sehr spät sehen können, sind dort 50 Stundenkilometer vorgeschrieben. Bis zum 20. Februar wurden die 1671 Verstöße registriert und mit Verwarn- und Bußgeldern in Höhe von insgesamt fast 36.000 Euro geahndet. Eine positive Entwicklung gibt es jedoch. Gab es im Dezember noch durchschnittlich 43,5 Geschwindigkeitsverstöße pro Tag, so sind im Januar mit 27,7 und im Februar mit 22,2 Geschwindigkeitsüberschreitungen pro Tag deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Auch die Höhe der Buß- und Verwarngelder hat im Vergleich Dezember 2017 mit 22,65 Euro und Februar 2018 mit 18,20 Euro deutlich abgenommen. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum wurden durch den mobilen Radarwagen 1103 Verkehrsverstöße erfasst und mit einem Gesamtbetrag von Buß- und Verwarngeldern in Höhe von 21.632 Euro geahndet. Die Blitzer-Anlage ist ein Provisorium, bis die Kreuzung ab 2019 umgebaut worden ist.

(schum)
 
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