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Dormagen
Theaterstück klärt Schüler über Mobbing im Netz auf

Dormagen. Fünft- und Sechstklässler der Nievenheimer Gesamtschule lernen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien.

Wie fühlt sich eine Schülerin, wenn andere schlecht über sie im Internet schreiben? Schnell wird aus Spaß ernst. Doch was kann dagegen getan werden, wenn Lügen oder Schmähungen im Internet verbreitet werden? Cybermobbing ist ein gesellschaftlich ernstzunehmendes Problem und fängt bereits bei den Jüngsten an. Darum nehmen sich die Marandi Stiftung und die Bürgerstiftung Dormagen dieses Themas an und finanzierten bereits zum dritten Mal das Theaterstück "rausgemobt_2.0" der Theatergruppe Comic On! aus Köln für eine Dormagener Schule.

Nach der Schule am Chorbusch und dem Bettina-von-Arnim Gymnasium wurde das Stück jetzt den Fünft- und Sechstklässlern der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule gezeigt. Zielgruppengerecht wurde in leicht verständlicher und spielerischer Weise den Jungen und Mädchen der verantwortungsvolle Umgang mit den sozialen Medien nähergebracht. Auch welche Konsequenzen Mobbing im Internet haben kann und welchen Ausweg es aus dieser belastenden Situation für die möglichen Opfer von Mobbing geben kann, wurde aufgezeigt.

Im Anschluss an die Aufführung kamen die Künstler dann mit den Schülern und Vertrauenslehrer Tobias Ridder ins Gespräch, um über die eigenen Erfahrungen zu sprechen. "Die emotionale Belastung von jungen Mobbing-Opfern können wir uns nur abstrakt vorstellen. Wir wissen, dass solche Erfahrungen schwerwiegende Folgen in der Entwicklung mit sich bringen können. Das Internet bietet leider eine niedrigere Hemmschwelle für Mobbing und eine Rückverfolgung ist nicht immer einfach. Oft bleiben notwendige Konsequenzen und eine Aufarbeitung aus", sagte Agnes Meuther, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Dormagen.

"Mit der Marandi Stiftung haben wir einen guten Partner gefunden. Das Konzept, das Thema Mobbing mittels eines Theaterstücks mit anschließender Diskussion an die Schulen zu bringen, ist super und deswegen haben wir es in großem Maße unterstützt", begründet Hans-Jürgen Peters den Einsatz der Bürgerstiftung. Möglich machte die Umsetzung unter anderem auch eine Spende des Nievenheimers Willy Nold, der mit seiner Zustiftung und einer zusätzlichen Spende Projekte für seinen Stadtteil langfristig auch in Zukunft fördern möchte.

Quelle: NGZ
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