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Dormagen
Tiere impfen für den guten Zweck

Dormagen: Tiere impfen für den guten Zweck
Tierärztin Susann Ulusans hofft, dass heute viele Hunde- und Katzenbesitzer mit ihren Tieren vorbei kommen, und so die Aktion unterstützen. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Eine Tierarztpraxis spendet an die Aktion "Impfen für Afrika". Von Pauline Jenzelewski

Die Tierarztpraxis von Susann Ulusans an der Kölner Straße ist eine von rund 1200 Praxen, die sich an dem Projekt "Impfen für Afrika" des Vereins "Tierärzte ohne Grenzen" beteiligen und so Spendengelder sammeln. Heute ist der Aktionstag der Praxis. "Das bedeutet, dass wir die Hälfte aller Impfeinnahmen dieses Tages an die Organisation spenden", sagt Susann Ulusans. "Die Tierhalter kostet es keinen Cent mehr, ihr Tier heute impfen zu lassen und es muss sowieso sein." Für die restlichen Praxen war der Aktionstag bereits am 31. Mai, doch auf Grund ihres Betriebsurlaubs ließ Ulusans das Datum für ihre vierbeinigen Patienten auf einen späteren Tag legen. "Wir wollten trotzdem unbedingt mitmachen", sagt sie.

Zum 25-Jahr-Bestehen von "Tierärzte ohne Grenzen" sollen 252.525,25 Euro Spenden gesammelt werden. "Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen, dass viele Tierhalter extra Termine für den Aktionstag machen", sagt die Tierärztin. "Die Praxis ist an diesem Tag immer voll, viele Leute wollen helfen." Seit 2005 nimmt sie an der Aktion teil, die nun schon zum zwölften Mal stattfindet.

Die Spendengelder werden in diesem Jahr für drei Projekte zur Bekämpfung von Flüchtlingsursachen im Südsudan verwendet. "Die Tierärzte vor Ort leisten Hilfe zur Selbsthilfe", sagt Ulusans. Die Helfer in Afrika kümmern sich um die medizinische Versorgung der Nutztiere und schulen die Tierhalter, damit die Nahrungsmittelversorgung durch die Tiere gesichert werden kann. Außerdem soll ein Fortbildungssystem eingeführt werden, in dem es um grundlegende Techniken zum richtigen Umgang mit Saatgut und Ressourcen geht. Auch die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität vor Ort durch die Nutzung von Ochsenkarren, sowie der Bau eines Forschungszentrums sollen langfristig und präventiv helfen.

"Ich selbst war noch nicht in Afrika, aber ich könnte mir vorstellen, eines Tages vor Ort mitzuhelfen", sagt die Tierärztin.

Quelle: NGZ
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