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Dormagen
Top-West-Händler fordern Kreisverkehr

Dormagen: Top-West-Händler fordern Kreisverkehr
Immer wieder geraten Autofahrer in schwierige Situationen, wenn sie in dieser Kreuzung abbiegen wollen. FOTO: woi
Dormagen. Die unübersichtlichste Kreuzung in dem Gewerbepark löst jetzt klare Forderungen nach dem Bau eines Kreisels im Einmündungsbereich von Kieler Straße und Lübecker Straße aus. Die SPD-Fraktion will einen Antrag im Stadtrat stellen. Von Klaus D. Schumilas

Als Norbert Heinen in der vergangenen Woche beim Treffen von CDU, SPD und den drei Werbegemeinschaften in der Kulturhalle danach gefragt wurde, was sein größter Wunsch sei, war das nicht der Absatz von mehr Autos. Der Inhaber des gleichnamigen Autohauses und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Top West sagte vielmehr: "Endlich einen Kreisverkehr bei McDonald's. Diese Chaoten-Kreuzung muss endlich beseitigt werden." Vielleicht wird sein Wunsch erhört, denn es gibt politische Unterstützung: Die SPD will in der nächsten Ratssitzung den Antrag stellen, dass an der Kreuzung Lübecker Straße/Kieler Straße ein Kreisverkehr gebaut wird.

Das Thema Kreisel ist nicht neu. Immer wieder wurde es aus dem Gewerbepark nach außen getragen, bislang ohne Erfolg. Der Verkehr in diesem Bereich hat in den vergangenen Jahren zugenommen, nicht zuletzt durch die Ansiedlungen von Unternehmen. Die Verkehrssituation wird in diesem unübersichtlichen Kreuzungsbereich für Auto- und Lkw-Fahrer dadurch schwierig, weil unter anderem durch Linksabbieger von der Lübecker in die Kieler Straße insbesondere in den Stoßzeiten ein Rückstau auf der Lübecker Straße entsteht, der den Durchgangsverkehr behindert und immer wieder zu gefährlichen Situationen führt.

SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt sagt: "Westlich der Lübecker Straße befinden sich zum Beispiel publikumsträchtige Einrichtungen wie TÜV, Straßenverkehrsamt sowie diverse Kauf- und Autohäuser. Östlich der Lübecker Straße befinden sich auf der Kieler Straße unter anderem die Feuerwehr, das Welcome-Center und ebenfalls Unternehmen. Durch den Abbiegeverkehr wird der Durchgangsverkehr auf der Lübecker Straße behindert." Das verführe Autofahrer mitunter zu riskanten Manövern beim Abbiegen.

Die probate Lösung wäre aus Sicht der SPD der Bau eines Kreisverkehrs an dieser Stelle, der die Verkehrssituation entzerren, den Verkehrsfluss verbessern und die Kreuzung sicherer machen könnte. Detlev Zenk, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, hält eine Reaktion gerade auch nach dem Treffen mit den drei Dormagener Werbegemeinschaften für notwendig: "Norbert Heinen hat als Vertreter der Werbegemeinschaft Top West mit klaren Worten die Situation in diesem Kreuzungsbereich geschildert und Veränderungen angeregt." Die SPD hat daher für die nächste Ratssitzung am 6. März den Antrag gestellt, den Bau eines Kreisverkehrs an dieser Kreuzung im Gewerbegebiet Top West zu prüfen, die Kosten zu ermitteln und die Förderfähigkeit für dieses Projekt festzustellen.

Die Stadt beobachtet diese Kreuzung seit Jahren aufmerksam, wie Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe, sagt. "Ein Unfallschwerpunkt ist sie nicht." Die Zunahme des Verkehrs dort hat auch die Verwaltung registriert. Aus Sicht der TBD ginge es bei der Bearbeitung eines solchen Antrags zunächst einmal darum festzustellen, ob in diesem Bereich der Platz ausreichend für die Anlage eines Kreisels ist. Ein weiterer Aspekt sind die Finanzen: Sind noch Mittel für die Planung vorhanden, "sonst muss Geld für eine Vorplanung bereitgestellt werden", sagt Koch. Eine Rolle spielen auch Versorgungsleitungen im Erdreich. Koch nennt eine Signalanlage als Alternative, die bei den Folgekosten teurer, bei der Anschaffung jedoch preiswerter ist als der Bau eines Kreisverkehrs.

Quelle: NGZ
 
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