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Tsv Bayer Dormagen
Bohrmann: "Wir machen uns selbst Druck"

Tsv Bayer Dormagen: Bohrmann: "Wir machen uns selbst Druck"
Die Mienen von Robin Doetsch und Saarlouis' Spielmacher Merten Krings (r.) sagen alles: Im Hinspiel drehte der TSV BayerDormagen einen 20:24-Rückstand (45.) noch in einen 31:26-Sieg, Doetsch traf sieben Mal für den TSV. FOTO: H. Zaunbrecher
Dormagen. Der Trainer des TSV Bayer Dormagen sieht vor dem Abstiegsgipfel bei der HG Saarlouis beide Kontrahenten unter gleichem Siegzwang. Von Volker Koch

Die Tabelle, sagt eine ewigwährende Sportlerweisheit, lügt nie. Die der Zweiten Handball-Bundesliga weist sechs Spieltage vor Saisonende den TSV Bayer Dormagen mit 23:41 Punkten und 815:890 Toren auf Rang 16 aus. Platz 17 ist, von oben gesehen, der erste, der direkt in die Dritte Liga führt. Auf dem steht, mit 21:43 Punkten und einem Torverhältnis von 852:926, die HG Saarlouis.

Die Saarländer erwarten morgen (19.30 Uhr, Halle am Stadtgarten) die Rheinländer - damit ist eigentlich alles über dieses Spiel gesagt. "Beide Mannschaften wissen um die Bedeutung, beide haben gleich viel Druck", sagt Jörg Bohrmann. Der Dormagener Trainer will von einem psychologischen Vorteil für seine Schützlinge nichts wissen: "Klar ist unsere Ausgangsposition etwas besser, denn bei einer Niederlage sind wir immer noch punktgleich", sagt der 46-Jährige, der einst im Saarland, beim TV Niederwürzbach, seine größten handballerischen Erfolge feierte.

Doch er sagt auch: "Wir wissen, was wir für Möglichkeiten haben, sollten wir gewinnen." Denn dann betrüge der Abstand schon vier Punkte. Und die wären für Saarlouis, das danach noch in Baunatal, gegen Essen und Rostock, in Nordhorn und gegen Eisenach spielt, nur schwer aufzuholen. Das wissen auch die morgigen Gastgeber: "Ohne wenn und aber, die Partie gegen Dormagen muss gewonnen werden, " sagt Spielmacher Mertens Krings. Allerdings warten der frühere Aachener und seine Nebenleute bereits seit sieben Spieltagen auf einen Sieg, der letzte datiert vom 28. Februar (37:28 über SV Henstedt-Ulzburg). Zwar waren die Schützlinge von Trainer Goran Suton in der Zwischenzeit mehrmals nah dran an einem doppelten Punktgewinn so wie am vergangenen Samstag bei der 28:30-Niederlage in Bad Schwartau, einzig zählbare Ausbeute ist jedoch das 25:25-Unentschieden gegen den TV Bittenfeld vom 13. März.

Das wiederum fällt in die Kategorie positive Überraschungen. Von denen gab es einige für die Saarländer: Sie brachten im Oktober dem SC DHfK Leipzig mit 24:26 die erste Saisonniederlage bei, sie gewannen einen Monat später mit 34:31in Emsdetten und Mitte Dezember mit 30:26 in Rostock. Danach aber stockte die Angriffsmaschine der Saarländer, für die neben Krings (125 Treffer) Nikolaos Riganas (124/2) und vor allem Dirk Holzner, mit 222/103 Treffern zweitbester Torschütze der Zweiten Liga, verantwortlich zeichnen, die zusammen knapp die Hälfte aller Tore der HG erzielt haben. 7:19 Punkte lautet ihre Rückrundenbilanz, der TSV Bayer Dormagen holte im gleichen Zeitraum 12:14 Zähler.

Und genau darauf gründet Bohrmann seinen verhaltenen Optimismus: "Die Jungs haben sich Selbstvertrauen geholt, das müssen sie jetzt auch mal auswärts umsetzen." Das es daran bislang haperte, ist für ihn eine Frage der (mangelnden) Erfahrung: "In schwierigen Situationen musst du Ruhe bewahren, und das gelingt den jungen Spielern auswärts noch nicht." Doch jetzt seien sie voll auf die morgige Aufgabe fokussiert: "Wir haben hart und konzentriert trainiert. Und den Druck, den machen wir uns selbst - weil wir das Spiel auf jeden Fall gewinnen wollen."

Quelle: NGZ
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