| 00.00 Uhr

Lokalsport
Erik Wudtke soll Jörg Bohrmann unterstützen

Lokalsport: Erik Wudtke soll Jörg Bohrmann unterstützen
Engagiert an der Seitenlinie, so kennt man Erik Wudtke noch aus seiner Tagen beim TuS Ferndorf (unser Bild). Jetzt soll der 43 Jahre alte Handball-Lehrer den TSV Bayer Dormagen im Kampf gegen den Abstieg unterstützen. FOTO: H. zaunbrecher
Dormagen. Kein Trainerwechsel, sondern geballte Kompetenz soll Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen vor dem Abstieg bewahren. Von Volker Koch

Zwei hektische Tage liegen hinter Björn Barthel und den übrigen Verantwortlichen beim Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen. Zwei Tage voller Überlegungen und Gespräche, bis am Montagabend das Ergebnis feststand: "Wir vertrauen weiter auf Jörg Bohrmann als Trainer", sagt der Geschäftsführer, "und wir glauben fest daran, dass er uns zum Klassenerhalt führt."

Allerdings: Weil spätestens bei den Heimpleiten gegen Nordhorn und Saarlouis deutlich wurde, dass Bohrmann Nerven und Kraft gelassen hat im permanenten Abstiegskampf und deshalb nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft, wird das Trainerteam, das der 47-Jährige seit Saisonbeginn mit Tobias Plaz bildet, zu einem Dreigestirn erweitert. Die dafür nötige Kompetenz sitzt am Höhenberg quasi Tür an Tür mit Barthel: Erik Wudtke (43), der in der vergangenen Saison den TuS Ferndorf zum Aufstieg in die Zweite Liga führte, seit Sommer hauptamtlicher Jugendkoordinator des TSV Bayer und seit Dezember auch Co-Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft ist.

"Erik soll Jörg beim Training, aber auch beim Umsetzen taktischer Dinge unterstützen und der Mannschaft neue Impulse geben", umreißt Barthel das Aufgabenfeld des Neuen, der bei den Spielen jedoch nicht auf der Bank sitzen wird. "Ausgetauscht haben Jörg und ich uns sowieso schon", sagt Wudtke, "aber nur, wenn Jörg Fragen hatte. Jetzt bekommt das Ganze einen offiziellen Charakter."

Zwei Gründe waren für den angehenden Diplom-Trainer ausschlaggebend: "Erstens schätze ich Jörg sehr, wir verstehen uns gut, deshalb helfe ich gerne." Das aber "nicht ganz uneigennützig", wie er aus Sicht des Jugendkoordinators anfügt: "Die exzellente Jugendarbeit, die seit Jahren in Dormagen betrieben wird, macht nur Sinn, wenn die Jungs eine Perspektive im eigenen Verein haben - und dafür brauchen wir die Zweite Liga." Die Ausgangslage sei zwar die "schlechteste aller Klubs", sagt Wudtke: "Aber so groß ist der Rückstand nicht, als dass wir es nicht schaffen könnten."

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Erik Wudtke soll Jörg Bohrmann unterstützen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.