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Dormagen
TuS Hackenbroich vernetzt sich für bessere Integration

Dormagen. "Integration gelingt über den Sport am einfachsten", erklärt André Heryschek vom TuS Germania Hackenbroich. "Wenn eine Mannschaft gemeinsam etwas erlebt, gewinnt und gut zusammenspielt, schweißt das zusammen - unabhängig von der Herkunft der Spieler", betont der 31-Jährige, der im Vorstand der Fußballabteilung des TuS Germania Hackenbroich für Integration und Sponsoren zuständig ist. So ist für Freitag, 15. Juli, ein Schnuppertraining für Flüchtlingskinder und Jugendliche geplant, das danach jeden Freitag stattfindet. "Das Angebot richtet sich auch an Kinder und Jugendliche aus schon länger hier lebenden Migrantenfamilien", betont Heryschek. Vier Trainer kümmern sich um die Spieler, die dann in den Spiel- und Trainingsbetrieb des TuS Hackenbroich integriert werden sollen. Im September soll ein Filmprojekt für Flüchtlingskinder beim TuS gestartet werden.

Am 12. Juli wollen die TuS-Fußballer dazu Flyer in den Hackenbroicher Unterkünften verteilen - sie wurden auf Arabisch, Persisch, Englisch und Französisch übersetzt, auch an Türkisch und Russisch wird gedacht. "Wir sind jetzt in der Integreat-App für Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer vertreten", beschreibt Heryschek den guten Kontakt zum städtischen Integrationsbüro. Vernetzung ist ihm wichtig, so sollen Kitas, Grundschule und weiterführende Schulen des Stadtteils ebenso einbezogen werden wie die Jugendtreffs. Mit dem Evangelischen Jugendbüro steht der erste Kooperationspartner fest. "Ich sehe nicht nur die Betreuung während des Spiels und Trainings als Aufgabe für einen Verein, sondern auch die Sprachförderung und die Vermittlung von Verhaltensregeln, Werten und Normen", so Heryschek.

(cw-)
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