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Dormagen
Über 60 Tierheim-Tiere suchen neues Zuhause

Dormagen: Über 60 Tierheim-Tiere suchen neues Zuhause
Tierpflegerin Victoria Plaßmann mit zwei der knapp 20 Katzenbabys, die zurzeit im Tierheim Hackenbroich auf neue Besitzer warten. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. In den Sommerferien stellt die NGZ Vierbeiner vor, die in der Einrichtung in Hackenbroich auf ihre Vermittlung warten. Von Stefan Schneider

Vielleicht ist es nur Zufall oder die Ruhe vor dem Sturm. Vielleicht aber auch ein positives Zeichen, dass vermehrte Kastration neues Tierelend zumindest eindämmt. Jedenfalls waren im Dormagener Tierheim an der Bergiusstraße in Hackenbroich in der vergangenen Woche auffallend weniger Katzenbabys untergebracht als zu vergleichbaren Zeiten. Juli und August sind eigentlich typische Geburtsmonate für die kleinen Stubentiger. "Sonst haben wir um diese Zeit so um die 30 junge Katzen, jetzt sind es 17", erzählt Tierheimleiterin Tanja Kalkowsky, die seit acht Jahren in der Einrichtung arbeitet (seit drei Jahren ist sie die Chefin).

Ebenfalls erfreulich und durchaus nicht selbstverständlich: Zum Start der Sommerferien habe es noch keine besonderen - damit meint Kalkowsky: negative - Vorkommnisse rund ums Tierheim gegeben. Heißt: Bislang gab es noch keine ausgesetzten Tiere. Dabei kommt es gerade zu Urlaubszeiten vor, dass den Haltern ihre einstigen Lieblinge lästig werden und sie diese beim Tierheim anbinden bzw. dort in Boxen einfach abstellen.

Trotz der relativen Ruhe warten im Heim an der Bergiusstraße reichlich Vierbeiner auf ein neues, liebevolles Zuhause - insgesamt mehr als 60, darunter auch Kaninchen, Meerschweinchen und Ratten. Einige von ihnen, die es aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters oder einer Erkrankung besonders schwer haben bei der Vermittlung oder die schon sehr lange im Tierheim sind, stellt unsere Zeitung ab sofort wöchentlich in einer Kolumne mit Foto vor (siehe nebenstehenden Artikel auf dieser Seite).

Wer sich für einen der aktuell elf Hunde im Heim interessiert, bekommt ausreichend Zeit zum Kennenlernen. "In der Regel gehen potenzielle neue Halter drei- bis fünfmal mit dem Hund ihrer Wahl spazieren", sagt Tanja Kalkowsky. Wer bereits einen Hund besitzt, dürfe diesen auch mitbringen. Dann stelle sich meistens heraus, ob aus dem Interesse eine dauerhafte Beziehung werden könne. Sind die Vorzeichen gut, schauen sich die Tierheim-Mitarbeiter das neue Zuhause des zu vermittelnden Kandidaten an. Ist alles in Ordnung und kann der Hund dort artgerecht gehalten werden, ist vom künftigen Besitzer vor der Übernahme nur noch eine Schutzgebühr zu bezahlen, damit die Tiere nicht im Versuchslabor landen. Für Hunde fallen 300 Euro an. "Zurzeit läuft die Hundevermittlung gut", urteilt Kalkowsky zufrieden. Manche Leute, die nicht in Urlaub führen und sich nach einem neuen Haustier umsähen, nutzten die freie Zeit, um den Ankömmling in der noch fremden Umgebung einzugewöhnen.

Bei Katzen und Kleintieren sind Kennenlernphase und Hausbesuche normalerweise nicht vorgesehen; sie können direkt mitgenommen werden. Die Tierheim-Mitarbeiter schauen sich die Interessenten aber gut an und folgen ihrem Bauchgefühl. Auch Nachkontrollen gibt es, eine Schutzgebühr wird ebenfalls erhoben: Für Katzen sind das zurzeit 140 Euro, für Kleintiere jeweils zwischen 25 und 35 Euro.

Das Heim nimmt auch Pensionstiere auf. Die Tagessätze: Hunde 20 Euro, Kleintiere, Vögel, Frettchen jeweils 4 Euro.

Quelle: NGZ
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