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Dormagen
Uhu Ivan posiert sehr geduldig für Fotos

Dormagen: Uhu Ivan posiert sehr geduldig für Fotos
Uhu Ivan auf der Hand von Falkner Frithjof Schnurbusch ließ sich von den neugierigen Blicken der Besucher nicht stören. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Zur Eröffnung der 13. Tannenbuschwoche waren viele Familien in den Tierpark gekommen. Sich über den neu konzipierten Erlebnispfad informieren, malen, picknicken und spielen war angesagt. Von Franziska Gräfe

Es war ein ausgefüllter Arbeitstag für Ivan. Dutzende Male posierte der zwölf Jahre alte und zwei Kilogramm schwere Uhu auf dem Arm von Waldbesuchern fürs Foto und schaute mit seinen bernsteinfarbenen Augen geduldig in die Kamera. Das so entstandene Konterfei konnten die Porträtierten gegen einen Obolus auf eine Trinkflasche drucken lassen und mit nach Hause nehmen. Die Foto-Aktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) war eine von vielen, die gestern zur Eröffnung der 13. Tannenbuschwoche Kinder und Erwachsene gleichermaßen anzog. Um ein Uhr mittags wimmelte es auf der Spielwiese im Tierpark, um die sich Info-und Mitmach-Stände gruppierten, nur so von Familien, die ihre Picknickdecken ausgepackt hatten und darauf Würstchen, Waffeln und den lang vermissten Sonnenschein genossen.

"So viele Menschen wie heute waren bisher noch an keinem Eröffnungstag hier", strahlte der SDW-Vorsitzende Marc Pellekoorne. Die Dormagener Künstlerin Roswita Neumann leitete in ihrem Pavillon Kinder beim Malen mit Acrylfarben an und fand zwischen Kittel zubinden, Farben mischen und dem Aufhängen der fertigen Werke kaum eine Verschnaufpause. Ihre Idee, "Eindrücke aus dem Tannenbusch aufzunehmen", spiegelten die Bilder nur teilweise wieder. Luca (4) etwa malte ein Feuerwehrauto, die achtjährige Laura entschied sich für einen Sonnenuntergang. Direkt am Fuße des Generationenspielplatzes zeigten die "Ritter des Geheimen Rathes" aus Mechernich Kampftechniken zu Pferde, brachten mit der Lanze vom Sattel aus Luftballons zum Platzen und maßen sich im Ringstechen. Das unterhaltsame Spektakel zog vor allem Kinder in seinen Bann, allerdings wäre eine Kommentierung des Geschehens hilfreich gewesen. Am Stand der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD), Mitveranstalter der Tannenbuschwoche, verkauften Ellen Peterburs und Sandra Just Maskottchen "Schorsch", ein Wildschein aus Plüsch. "Der Erlös fließt in den Tannenbusch, wir wollen für den Spielplatz noch einige Wipptiere anschaffen", erläuterte Tierpark-Leiterin Peterburs.

Neues gibt's bereits jetzt im Geopark zu sehen. Ein drei Mal drei Meter großes "Geröllfeld" wurde dort angelegt. Es sieht aus wie ein großer Sandkasten voller Steine, und die berichten ja im gesamten Geopark aus der Erd- und Menschheitsgeschichte. Durch den Geopark führt auch der Naturerlebnispfad, der überarbeitet (NGZ berichtete) und am Sonntag neu eröffnet wurde. "Wir wollen nicht nur lernen, sondern etwas erleben mit allen fünf Sinnen", erklärte Rolf Wörhoff, der den Pfad von zwölf auf zehn Stationen gekürzt und neue Infotafeln konzipiert hatte. Wer sich auf die zwei Kilometer lange Wanderung macht, weiß hinterher Bescheid über die Grundsätze der Forstwirtschaft, den Aufbau von Ameisenhügeln und die heimischen Vogelarten. "Der Tannenbusch ist ein Kleinod, das wissen auch viele Kölner und Düsseldorfer", sagte Hit-Markt-Leiter Helmut Röder, Schirmherr der Aktionswoche.

Quelle: NGZ
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