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Dormagen
Ulmerin unterstützt ein Jahr die Judoabteilung

Dormagen: Ulmerin unterstützt ein Jahr die Judoabteilung
Trainerin Julia Mayer (Mitte), die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Judo-Abteilung des VdS Nievenheim leistet, korrigiert Kyra (l.) und Caro. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. In ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr trainiert Julia Mayer (18) beim VdS Nievenheim die Judokas und übernimmt Organisationsaufgaben. Von Carina Wernig

Die Technik im Rheinland ist anders als in Süddeutschland. Das hat Julia Mayer schon bei ihrem ersten Training mit den Judokas des Vereins der Sportfreunde (VdS) Nievenheim erkannt: "Die Judo-Griffe und Lieblingstechniken der Trainer hier sind doch von denen in Ulm verschieden", erklärt die 18-Jährige lachend. Denn auch in Ulm hat sie Judo trainiert - bereits seit 13 Jahren. Darauf gebracht hat sie ihr älterer Bruder. In Nievenheim leistet sie seit September ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Judoabteilung des VdS ab.

Bereut hat sie den Schritt, nach dem Abitur von zu Hause wegzuziehen, noch nicht, im Gegenteil: "Die Arbeit macht viel Spaß, und die Menschen hier sind offenherziger als zu Hause", erklärt die 18-Jährige. In Hoisten, wo sie in einer 5er-WG wohnt, gefällt es ihr auch gut. Auch Frank Beyersdorf, Vorsitzender der VdS-Judoabteilung, ist über die Unterstützung glücklich: "Ohne Julias Hilfe hätten wir zum Beispiel jetzt den ,Tag des Judo' nicht an fünf Schulstandorten anbieten können", sagt der 50-Jährige, dessen Tochter Leonie zu den Besten der U 15 in der Region gehört.

Alle 140 aktiven Mitglieder der Judoabteilung des VdS profitieren von der zusätzlichen Trainerin, die auch Organisationsaufgaben übernimmt, die Kinder auf Wettkämpfe begleitet und ihnen alles Wichtige erklärt: "Das macht viel Spaß, den Kindern einige Tricks und Techniken beizubringen", sagt Julia Mayer, die jetzt auch die Lizenz zum C-Trainer im Judo gemacht hat.

Was für den Verein eine zusätzliche Unterstützung ist, soll auch der jungen FSJlerin Möglichkeiten der sportlichen wie menschlichen Entfaltung bieten, wie Beyersdorf erläutert: "Sie lernt bei uns alles zur Vorstands- und Vereinsarbeit, in Verbandssitzungen und Organisation ebenso wie bei Training und Wettkampf." Naturgemäß kümmert sich die 18-Jährige besonders um Projekte für Kinder und Jugendliche. "Und ich bin fürs Aufwärmen zuständig", weist sie darauf hin, dass sie dort neue Elemente einbaut. "Das ist auch für uns eine Bereicherung", erklärt Beyersdorf. Da die FSJlerin vormittags Zeit hat, kann der VdS mit ihr an vier Schulen Judo-AGs anbieten. "Ringen und Raufen ist wichtig für Kinder: Unter Anleitung verbessern sie ihre Koordination und lernen Hilfsbereitschaft ebenso wie Respekt und Ernsthaftigkeit", nennt Beyersdorf drei der zehn Judo-Werte.

Auf den VdS Nievenheim ist Julia Mayer durch Zufall gestoßen: "Mir hat die Seite im Internet sehr gut gefallen." Schnell war das FSJ festgezurrt. "Julia macht ihre Arbeit sehr gut", lobt der Judo-Abteilungsleiter." Toll findet Julia Mayer, dass immer mehrere Trainer gleichzeitig beim VdS auf der Matte stehen und so bei Gruppen von 25 bis 35 Kindern mehr Raum für individuelle Förderung gegeben ist, als wenn nur ein Übungsleiter alle gleichzeitig betreut. "Dadurch ist ein intensiveres Training möglich, ich kann besser auf die Kinder eingehen", betont die FSJlerin. Ab nächstem Herbst ist die Nievenheimer Zeit dann vorbei: Julia Mayer studiert dann BWL mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement in Bad Urach - mit Praxis-Elementen beim Gesundheitszentrum Schwäbische Alb.

Quelle: NGZ
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