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Sommer-Interview (3)
Veranstalter wollen festen Konzert-Ort

Sommer-Interview (3): Veranstalter wollen festen Konzert-Ort
Am Freitag nach Grevenbroich zur Pre-Strabi-Party, am 26. August nach Dormagen zum Strabi-Festival. So wünscht sich das Veranstalter Valentin Gongoll von Nightwork Entertainement. FOTO: lber
Dormagen. Das Strabi-Festival beginnt am 26. August um 14 Uhr auf dem ehemaligen Fiege+Bertoli-Gelände an der B9. Auf zwei Bühnen spielen 15 DJs.

Der Vorverkauf fürs dritte Strabi-Festival läuft seit Februar. Wie ist die Resonanz?

Valentin Gongoll Bisher sehr gut, ein Drittel der Karten (3500 Besucher sind angemeldet, Anm. der Redaktion) sind bis jetzt verkauft. Wir überprüfen wöchentlich die Verkäufe und können die Zahlen natürlich auch mit den Wochen im vergangenen Jahr vergleichen. Bisher waren wir immer um ein gutes Stück besser.

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine Pre-Strabi-Party am Freitag, 28. Juli , ab 18 Uhr in Grevenbroich. Um dadurch Leute auf den Geschmack zu bringen, am 26. August nach Dormagen zu kommen?

Gongoll Genau. Durch unseren Entschluss Anfang des Jahres, keine 16er Club Partys mehr zu veranstalten, haben wir etwas mehr Zeit für das Projekt Strabi-Festival. Mit der Pre-Party möchten wir unser Einzugsgebiet zwischen Köln und Düsseldorf erweitern.

Warum Evita-Beach?

Gongoll Viele unserer Gäste kommen aus dem Bereich Grevenbroich/Rommerskirchen. Außerdem haben wir viele Freunde dort, unter anderem unsere Resident DJs Protekk und das Mode-Label Lavidalocker, dass unsere Crew und Merchandise Bekleidung anfertigt. So haben wir auch mitbekommen, dass in Grevenbroich - ähnlich wie in Dormagen vor zwei Jahren - ein Vakuum an authentischen Veranstaltungen für Jugendliche besteht, obwohl es das Publikum gibt. Der Evita Beach ähnelt als Location dem Straberger See und ist wirklich sehr schön.

Was erwartet die Besucher am 26. August in Dormagen?

Gongoll Wie die vergangenen Jahre natürlich eine sehr durchdachte Organisation. Auf was sich die Gäste dieses Jahr speziell freuen können neben Verbesserungen wie dem festen Untergrund, der höheren Toilettenqualität und einer noch größeren Getränkeauswahl ist vor allem die Show. Wir haben mit den Headlinern Madison Mars und Moksi Künstler, die die Leute extrem mitnehmen. Außerdem haben wir eine neugestaltete Main-Stage, die breiter ist. Ferner wird es am 26. August anstatt nebeneinander gestellten Bierbänken eine wunderschöne Lounge-Area unter Bäumen und Lichterketten geben. Und dann planen wir zum Abschluss unsere "Strabi Closing Show" mit einigen Überraschungen und sicher vielen Emotionen.

Was habt Ihr nach 2016 verändert?

Gongoll Riesige Veränderungen in der Organisation gab es nicht, da im vergangenen Jahr alles sehr gut verlaufen ist. Bei den Künstlern haben wir auf frische Newcomer gesetzt und sind von großen Booking- Agenturen auf etwas kleinere, persönlichere gewechselt. Das macht das Festival noch interessanter auch für Leute von weiter weg. Madison Mars, unser Headliner, spielt zum Beispiel die einzige Deutschland Festival-Show bei uns in Dormagen.

Und 2018 geht es weiter? Wird Dormagen zu einem Mekka für Fans elektronischer Musik in der Region (oder darüber hinaus)?

Gongoll Im besten Fall ja, aber wir sind natürlich realistisch. Wir haben keine Millionenbudgets wie Parookaville, das in drei Jahren international bekannt ist. Ich denke, wir müssen gute Arbeit leisten und dann kommt auch der Erfolg, auch über die Region hinaus. Wir haben aber jetzt für den 26. August schon Karten in ganz Deutschland verkauft. Unser größter Wunsch ist es natürlich, immer mehr Leute für das Festival zu begeistern und den Dormagenern noch etwas zu geben, bei dem sie stolz sagen können. Ja, das ist bei uns in Dormagen.

Drittes Strabi-Festival, dritte Location. Und 2018?

Gongoll Eine Location, die das Stabi-Festival mehr als ein Jahr beherbergt, wäre wichtig. Das möchten wir in 2018 auf jeden Fall sehr offensiv angehen.

Was sagten im vergangenen Jahr eigentlich die DJs, vor allem die, die auch zu anderen größeren Festivals reisen, zu Eurem?

Gongoll Die meisten großen DJs kannten das Festival natürlich vorher nicht und auch die lokalen Künstler wussten nicht genau, was sie erwartete. Wir haben eigentlich durchweg positive Resonanz erhalten. Acts, wie zum Beispiel Plastik Funk (Tomorrowland, Parookaville etc.) wollten auch unbedingt wieder auflegen.

Beende den Satz: "Ohne das Strabi-Festival wäre Dormagen..."

Gongoll ... viel zu leise.

ANNELI GOEBELS STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: NGZ
 
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