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Dormagen
Verkehrsbelastung für den Norden wird neu ermittelt

Dormagen. Lärm, Staub und Stau: Die Belastung der Delrather durch den Straßenverkehr war Thema beim gut besuchten Stadtteilgespräch mit dem Bürgermeister im Johanneshaus. Von Carina Wernig

Gerade angesichts der möglichen neuen Baugebiete im Norden und Süden des Ortes, die im neu aufzustellenden Flächennutzungsplan enthalten sind, und der Erschließung des Gewerbegebietes Silbersee mit geplanter neuer Autobahnanschlussstelle Delrath befürchten viele Delrather eine weitere Zunahme des Lärms. So werde es beim sechsspurigen Ausbau der A 57 zwar Lärmschutz geben, für Peter Jacobs von der Bürgerinitiative lebenswertes Delrath reicht das aber nicht aus: "Der Lärmschutz muss überarbeitet werden." CDU-Ratsherr Hermann Harig berichtete von Flüsterasphalt, der inzwischen genehmigt worden sei.

Der 2009 erstellte Verkehrsentwicklungsplan für den Norden von Dormagen wird nun frühzeitig fortgeschrieben, wie Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe Dormagen, im Planungsausschuss vor einem Monat mitgeteilt hatte. Die Zählung des Verkehrs im Norden von Dormagen sollte im Mai beginnen - "wegen der Feiertage wird nun ab Juni mit der Zählung begonnen", sagte TBD-Verkehrsexperte Peter Tümmers. Dabei solle auch die Mehrbelastung der Johannes- und der Bismarckstraße seit 2009 ermittelt werden, um den Mehr-Verkehr durch das kommende Baugebiet Nievenheim IV und den möglichen Autobahnanschluss Delrath beziffern zu können. Im Sommer wisse man da mehr.

"Dormagen wächst, wir brauchen neue Baugebiete, so auch in Delrath mit der guten S-Bahn-Anbindung", betonte Bürgermeister Erik Lierenfeld die Ausgangslage. Der Verwaltungschef betonte: "Wir wollen Ausgleichsflächen für Gewerbe- und Baugebiete auch vor Ort schaffen." Das Zerringer Büschchen könne damit zu einem Naherholungsgebiet ausgeweitet werden.

Beim von vielen vermissten Nahversorger habe Lierenfeld "berechtigte Hoffnung, dass sich da auch in Delrath etwas tut". Er appellierte an die Anwohner, lokal einzukaufen: "Nutzen Sie die Läden vor Ort. Wenn Sie vor Jahren alle im Edeka eingekauft hätten, wäre er noch da."

Quelle: NGZ
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