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Dormagen
Verkehrsführung in Horrem wird verbessert

Dormagen: Verkehrsführung in Horrem wird verbessert
Das leicht zu übersehende Sackgassen-Schild (r.) an der Weilerstraße könnte gegen eindeutige Verbots-Schilder getauscht werden. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Beim Workshop der Initiative Horrem wurde deutlich, dass bessere Beschilderung und Maßnahmen gegen Raser gewünscht werden. Von Carina Wernig

Die "Einbahnstraße auf Probe" auf der Weilerstraße hat sich für die Anwohner bewährt, bringt jedoch den Bewohnern der "Umleitungsstrecke" über Heinrich-Meising-Straße, Am Hagedorn und Knechtstedener Straße eine Mehrbelastung, die sie abgemildert haben wollen. Das könnte mit einer besseren Beschilderung des Einfahrtsverbots an der Weilerstraße/Ecke Heinrich-Meising-Straße sowie vor allem im Bereich Am Hagedorn und Knechtstedener Straße durch verkehrsberuhigte Maßnahmen zur Tempo-Drosselung erreicht werden. Das sind die Anregungen des Workshops "Verkehrssituation in Horrem", zu der die "Initiative Horrem" die Anwohner ins Haus für Horrem eingeladen hatte.

Mehr als anderthalb Stunden hatten die 40 Teilnehmer engagiert und konstruktiv über die neue Verkehrsführung im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprojektes "Soziale Stadt Horrem" und die Folgen diskutiert. "Das Ziel bleibt, die Durchgangsverkehrsströme von Nicht-Horremern herauszuhalten", hatte Manfred Klein, Sprecher der "Initiative Horrem", zu Beginn erklärt und auch darauf hingewiesen, dass die jetzige Situation nicht perfekt sei, aber nachgebessert werden könne. Verkehrsplaner Peter Tümmers von den Technischen Betrieben sowie Ordnungsamtsleiter Fredo Schröder und Mitarbeiterin Katrin Engels erläuterten die Möglichkeiten, den Verkehrsfluss besser zu steuern und die Sicherheit des Schulweges weiter zu gewährleisten, den Tümmers nach wie vor für sicher hält: "Die sicherste Straßenüberquerung bleibt die Ampel vor der Schule."

In den vergangenen beiden Jahren wurde in die Umgestaltung von Horrem bereits viel investiert - bis 2019 werden es etwa 6,7 Millionen Euro sein, die zu 70 Prozent aus Landes- und Bundesmitteln bestehen. Peter Tümmers erinnerte daran, dass der neue Dorfanger seit einem knappen Jahr fertig ist: "Er ist ein positives Beispiel für gelungene Stadtteilentwicklung, wie sich überhaupt viel in Horrem bewegt."

Von den 4550 Autos am Tag, die die enge Weilerstraße als Abkürzung nutzten, konnte durch die Einrichtung der Einbahnstraße rund die Hälfte an Verkehr abgehalten werden. Dafür nutzen nun 4300 statt 3650 Autos pro Tag die breite Knechtstedener Straße. "Da müssen wir das Rasen verhindern, was nicht nur mit Schildern oder Markierungen geht", weist Peter Tümmers auf Möglichkeiten der Begrünung mit Bäumen oder der Abpollerung eines Straßenteils mit kleinen Mittelinseln oder Gehwegerweiterungen gehen könnte. "Diese Ideen nehmen wir auf und prüfen sie", erklärte er. Auch über Stellflächen wie die beiden Kurzparkplätze am Zebrastreifen könne diskutiert werden.

Bei der Bürgerversammlung am 14. November ab 18 Uhr im Bürgerhaus zum Projekt "Soziale Stadt Horrem" wird es auch um die Verkehrssituation gehen, die sich nach dem Bau des nördlichen Kreisverkehrs ab 2017 weiter entspannen soll, so Tümmers: "Dann werden die Bewohner des nördlichen Am Hagedorn sofort darüber abgeleitet und nutzen gar nicht mehr die Weiler- und die Heinrich-Meising-Straße."

Quelle: NGZ
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