| 00.00 Uhr

Dormagen
Verlauf der Rheinwasser-Pipeline nach Frimmersdorf steht 2016 fest

Dormagen. Der "nördliche Korridor" ist bestimmt. Er legt das Gebiet der Rheinwasser-Transportleitung fest, die ab 2030 Wasser aus dem Rhein von Dormagen nach Frimmersdorf pumpt. Dort muss der "Restsee" mit Rheinwasser gefüllt werden. So will es der 1995 beschlossene Braunkohlenplan. Die genaue Trassenführung für den Bau ab 2025 wird zurzeit erarbeitet. "Sie wird noch 2016 ganz konkret festgezurrt", erklärte Landtagsabgeordneter Rainer Thiel (SPD), der Mitglied im Braunkohlenausschuss bei der Bezirksregierung Köln ist. Von Carina Wernig

Vor einer Woche haben sich Mitglieder des Arbeitskreises "Rheinwasser-Transportleitung" des Braunkohlenausschusses in Dormagen angeschaut, wo der Verlauf entlang führen könnte, zum Beispiel, wo eine Unterquerung der A 57 möglich wäre. "Nun muss genau geschaut werden, welche Konflikte auftreten und wie sie gelöst werden können", sollte nach Thiels Auffassung die Variante mit den wenigsten Restriktionen gewählt werden. "Die Trasse führt sicher nicht quer durch den Knechtstedener Wald", sagt Thiel. Er weist darauf hin, dass nicht unbedingt eine 70 Meter breite Schneise beim Bau der Leitung in die Landschaft geschlagen werden müsste: "An manchen Stellen wird die Leitung unterirdisch durch Bodenpressung gelegt, was einen großen Graben vermeiden würde." Der Eingriff in Fläche und Öko-System solle so gering wie möglich sein. Daher werde ein Vorgehen von Abschnitt zu Abschnitt bevorzugt.

Auch bei der Entnahmestelle, die auf dem Gebiet zwischen der Stadtgrenze zu Köln an der TSV-Sporthalle und der "Piwipp" in Rheinfeld liegen wird, stehen das genaue Verfahren und die Platzierung des Pumpwerks noch nicht fest. "Da wird auch noch untersucht, welche Lösung die wenigsten Probleme bereitet", sagt Thiel.

Zurzeit erstellt der Deichverband Dormagen-Zons einen Plan für die große Deichsanierung, bei der genau dieser Entnahmebereich aufgerissen und der Deich erneuert und erhöht wird. Der Vorstand des Deichamts hatte betont, seine eigene Sanierung voranzutreiben, ohne auf die Pipeline-Entnahme Rücksicht zu nehmen. "Eine wenig gemeinschaftsorientierte Haltung", sagt Thiel, der empfiehlt, das Gespräch mit der Bezirksregierung Köln zu suchen: "Da sollte ein Austausch stattfinden."

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dormagen: Verlauf der Rheinwasser-Pipeline nach Frimmersdorf steht 2016 fest


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.