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Dormagen
Versicherungs-Check beugt Schaden vor

Dormagen: Versicherungs-Check beugt Schaden vor
Paulina Wleklinski, Leiterin der Verbraucherberatung Dormagen, und Verbraucherzentralen-Versicherungsberater Stefan Klein am NGZ-Telefon. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Mehrere Leser konnten sich gestern bei der NGZ-Telefonaktion mit der Verbraucherberatung Dormagen ihre Versicherungsfragen beantworten lassen. Zwei von ihnen erhalten nun bei der Verbraucherberatung einen umfassenden individuellen Check ihrer Versicherungen. Von Carina Wernig

Dass das Thema Versicherungen vielschichtig und komplex ist, macht gleich die zweite Anruferin deutlich, die nach Berufsunfähigkeitsversicherungen für eine Beamtin auf Probe fragt. "Grundsätzlich lohnt sich auch für Beamte eine Berufs-, bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung, da sie am Anfang noch nicht so viel Anspruch haben und nur 35 Prozent ihrer Dienstbezüge bekämen", erklärt Stefan Klein, Versicherungsberater der Verbraucherzentrale NRW. Gemeinsam mit Paulina Wleklinski, Leiterin der Verbraucherberatung Dormagen, sitzt Klein zwei Stunden am NGZ-Telefon, um die Anrufer bei "einfachen Nachfragen" zu informieren.

Bei weitergehenden Fragen, zum Beispiel wie bei der sechsten Anruferin zur gesetzlichen Krankenkasse, sind intensivere Beratungen nötig, die auch über die der Verbraucherzentrale hinausgehen. "Ihr habe ich die richtigen Ansprechpartner genannt", erläutert Wleklinski. Das ist auch das Prinzip der Arbeit in der Beratungsstelle Dormagen an der Kölner Straße 126 (02133 2855301): "Wir wollen die Leute informieren, auf mögliche Fallstricke hinweisen und sie kompetent beraten", erläutert die Leiterin. Dazu gehöre auch die Ausgabe von Broschüren oder die Vermittlung an andere Stellen. Gerade das Thema Versicherungen benötige Zeit. Daher biete die Verbraucherzentrale NRW auch in Dormagen Versicherungs-Checks an, die 40 Euro pro halbe Stunde kosten. "Eine Stunde ist meistens schon erforderlich, wenn alle Unterlagen durchforstet werden müssen, ob die Versicherungen noch die richtigen sind und auf welche verzichtet werden kann", erklärt Wleklinski. Sind es einfache Fragen wie der Vergleich zweier Hausratsversicherungsangebote, gehe es natürlich auch schneller.

Zwei Anruferinnen haben gestern bei der NGZ-Telefonaktion jeweils einen sogar anderhalbstündigen für sie kostenlosen Versicherungscheck gewonnen und werden einen Termin mit der Verbraucherberatung ausmachen können. Meist ergibt sich bei der Optimierung des Versicherungsschutzes auch ein Spar-Effekt von mehreren hundert Euro.

"Eine Überprüfung ist anzuraten, um Schaden vorzubeugen", betont Stefan Klein. Denn viele Verträge seien alt und überholt, zu teuer oder unnötig oder sie decken nicht alles Wichtige ab. "Früher ging man davon aus, dass eine gute Haftpflicht über eine Schadenssumme von einer Million Mark reicht. Heute geht man eher von drei bis fünf Millionen Euro aus, die abgedeckt sein müssten", erklärt Klein. Da reiche auch nicht, viele Versicherungen zu besitzen, um rundum optimal geschützt zu sein: "Das hängt von den Lebensumständen, den Mitversicherten und den Risiken ab, die man abfedern will."

Quelle: NGZ
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