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Dormagen
Verzichten Dormagener auf Ein- und Zwei-Cent-Stücke?

Dormagen. Uneinigkeit bei Abschaffung der kleinen Münzen.

Die Stadt Kleve prescht vor, doch so wirklich erfolgreich scheint die Aktion bis jetzt noch nicht zu laufen. Das Klever City Netzwerk möchte nämlich die 1- und 2-Cent-Münzen abschaffen, trifft mit dem Plan aber nicht auf die ungeteilte Zustimmung der örtlichen Händler. Auch in Dormagen wird das ganz unterschiedlich gesehen. "Ich halte das nicht für sinnvoll", sagt Hans-Dieter Lehnhoff vom Ring Center. "Denn", spricht er weiter, "die Preise unsere Markenfabrikanten enden meist auf 99." Außerdem sei der Arbeitsaufwand mit dem Kupfergeld durchaus überschaubar. "Das Geld bleibt bei uns im Umlauf, wir müssen kaum etwas wegbringen", so Lehnhoff. Als "gute Sache", die vieles erleichtern würde, sieht Rolf Ladermann von Ropina, die Abschaffung der kleinen Münzen. Allerdings setze die daraus resultierende Neuauszeichnung der Preise auch ein Umdenken bei den Kunden voraus. "Doch auch daran würden sie sich gewöhnen", ist Ladermann überzeugt.

"Wenn die Umstellung finanziell ausgeglichen ist, ist sie durchaus kundenfreundlich", sagt Guido Schenk, Stadtmarketingleiter und Mitglied im Vorstand der City-Offensive (Cido) Dormagen. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass einige Händler das umsetzen, natürlich geht das nur auf freiwilliger Basis", meint Schenk und denkt darüber nach, das Thema bei der nächsten Versammlung der Werbegemeinschaft anzusprechen. Bei den Mitgliedern des Gewerbevereins "Nievering" sei das bis jetzt noch kein Thema gewesen, sagt dessen Vorsitzender Stefan Maxeiner.

Die Preise auf die Endziffern 5 und 0 umgestellt hat bereits vor Jahren die Drogeriemarkt-Kette DM - aus Kundenfreundlichkeit, wie eine Sprecherin betont. Mit 1- und 2-Cent-Stücken können die Kunden aber nach wie vor bezahlen.

(goe)
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