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Dormagen
Viele Besucher beim ersten Schneeflöckchenmarkt

Dormagen. Vereine, Institutionen und Privatleute engagierten sich für die Gemeinschaftsaktion im Bürgerhaus. Von Vera Straub-Roeben

Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit" heißt es in einem bekannten wie beliebten Weihnachtslied. Und genau dieses Lied war sicher auch der Ideengeber für den Namen des Schneeflöckchenmarktes, der am Samstag im Hackenbroicher Bürgerhaus veranstaltet wurde. Dort konnten die Besucher nach weihnachtlichen Geschenken und Second-Hand-Artikeln stöbern. Veranstaltet wurde er gemeinsam vom Café Sowieso, dem Büro für bürgerschaftliches Engagement und dem Integrationsbüro.

Schon auf dem Vorplatz duftete es verführerisch: Dort hatte die Rentnerband ehrenamtlich verschiedene Holzbuden aufgebaut, die Männer von der Feuerwehr grillten Würstchen, die Frauen von "Puzzle", eigentlich ein Neusser Verein, der aber viele Dormagener Mitglieder hat, boten leckere türkische Speisen an und die Multi-Kulti-Mädchengruppe verkaufte frisches Popcorn und gebrannte Mandeln. "Das ist der erste Schneeflöckchenmarkt", sagt Intergrationsbeauftragte Anja Stephan. "Aber wir veranstalten regelmäßig andere Märkte, die mit dem Bürgerhaus gewachsen sind." Und alle halfen mit: Der TUS Germania Hackenbroich versorgte die Besucher mit Kaltgetränken, die Sonndachsjecken waren dabei ebenso wie der Förderverein des katholischen Kindergartens, der Tauschring und Sauberhaft-Organisator Manfred Kootz.

Seine Frau Anke bot auf dem Schneeflöckchenmarkt allerhand Selbstgenähtes unter dem Label "frohsinn" an: kleine Täschchen, Schlüsselbänder, Turnbeutel, aber auch selbstgestrickte Socken und Stirnbänder. Es gab Schmuck aus Fahrradschläuchen von Monika Ullrich und Kirsten Könen zeigte an ihrem Spinnrad ihr Handwerk. Sie bot selbstgewebte Schals an. Albert Lepping begeisterte die Besucher mit seinen selbstgebauten Vogelhäuschen, die den gefiederten Gesellen einen nahrhaften Winter garantieren sollen. "Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung aus ganz Hackenbroich, von Vereinen, Institutionen und Privatpersonen", war sich das Organisatorenteam Anja Stephan, Bärbel Breuer vom Büro für bürgerschaftliches Engagement und Regina Hampel, ehrenamtlich tätig im Café Sowieso, einig. Letzteres spendet den Erlös für den Mittagstisch, der seit sechs Wochen angeboten wird. "Das Schöne an dem Markt ist auch, dass hier Flüchtlinge, Migranten und alteingesessene Hackenbroicher zusammen arbeiten und eine schöne Zeit miteinander haben", sagte Anja Stephan. Für den nachhaltigen Charakter spendete die Tafel Wolle, die jeder mitnehmen konnte - mit der Bitte, mit einem Stückchen Gestrickten zurückzukommen.

Quelle: NGZ
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