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Dormagen
Vier Mädchen gewinnen bei "Junior D'Art"

Dormagen. Genau 118 Werke der "Junior D'Art" sind noch bis 28. August in der Glasgalerie des Kulturhauses an der Langemarkstraße zu besichtigen. Vier Künstlerinnen und ihre drei Werke wurden bei der Eröffnung besonders ausgezeichnet. Von Carina Wernig

Die Auswahl fiel schwer - das sieht der Betrachter der 118 Kunstwerke der "Junior D'Art 2015" sofort. In der Glasgalerie des Kulturhauses an der Langemarkstraße hängen oder stehen Bilder, Skulpturen und Installationen von 106 Teilnehmern im Alter von elf bis 21 Jahren. Eingereicht hatten 168 junge Künstler genau 148 Exponate, aus denen die Jury - Irmela Hauffe, Ulrico Czysch und Holger Hagedorn - die Auswahl traf. "Mir persönlich wäre diese Auswahl für die Ausstellung viel zu schwer gefallen. Ich muss schon oft genug schwierige Entscheidungen fällen", sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld bei der Eröffnung der "Junior D'Art".

In drei Altersklassen gab es jeweils ein Gewinner-Werk, insgesamt konnte Schirmherr Jobst Wierich, Leiter Bürger-Dialog des Sponsors Chempark Dormagen, vier junge Künstlerinnen dafür auszeichnen - alle gehen auf die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim. In der Altersgruppe elf bis 14 Jahren gewannen Alena Yesil (10) und Aylin Jaschok (11) mit zwei Marionetten mit dem Titel "Großmutter und Enkelin treffen sich im Park". In der Altersgruppe 15 bis 17 Jahre wurde Marie Wewel (16) aus Stürzelberg für ihre Zeichnung einer ineinander verschränkten jungen und alten Hand ausgezeichnet. Berührend dazu auch das Zitat der deutschen Lyrikerin Damaris Wieser: "Eine Hand sollte nicht erdrücken, aber doch stark genug sein, um eine andere zu halten." In der Altersgruppe 18 bis 21 Jahre siegte Julia Fähnrich (19) aus Straberg mit ihrem Objekt "Kleid der Erinnerungen mit dem roten Faden des Lebens". Dazu hatte sie eine vom Ringcenter geliehene Schaufensterpuppe mit einem Kleid aus verschiedenen Schwarz-weiß-Fotos angezogen. Wie Kulturbüro-Leiter Olaf Moll verkündete, wird dieses Objekt nach dem Ausstellungsende am 28. August auf Wunsch von Ring-Center-Leiter Hans Dieter Lehnhoff noch drei Wochen im Ring-Center zu sehen sein.

Die Vielfalt der Ideen und der künstlerischen Umsetzung des Themas "Begegnung zwischen Jung und Alt" vieler Teilnehmer begeisterte nicht nur den Bürgermeister, der lobte: "Das künstlerische Niveau ist beachtlich." Auch Juror-Sprecher Ulrico Czysch bescheinigte den jungen Künstlern "sich gut geschlagen" zu haben - dabei vermutete er auch eine soziale Dimension: "Einige Werke wären ohne Dialog zwischen den Generationen so nicht zustande gekommen."

Auch der Schirmherr Jobst Wierich zeigte sich angetan von den Exponaten: "Ich bin begeistert von den Kunstwerken und der großen Kreativität der Jugendlichen." Wierich, der auch Sprecher der "Lokalen Allianz Dormagen" ist, freut sich, dass die bisherigen Themen "Natur und Umwelt" und "Jung und Alt" den Zielen des Bündnisses für gute Nachbarschaft im Wirtschaftsraum Dormagen so gut entsprochen haben. Das wünscht er sich auch für die "Junior D'Art 2017".

Nicht so lange müssen die älteren der jungen Künstler auf eine Teilnahme an einer "D'Art" warten. Bürgermeister Lierenfeld forderte sie auf, sich für die "D'Art 2016" der Künstler über 18 Jahre zu "Realität und Illusion" zu bewerben: "Die fachkundige Jury meint, dass sich die Werke nicht hinter denen der Erwachsenen verstecken brauchen."

Quelle: NGZ
 
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