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Serie Wappen Der Der Dormagener Stadtteile
Vom Bauerndorf Horrem zum Wohnort für Arbeiter

Dormagen. Horrem (-fg) Die "Republik" Horrem, wie sich der Ortsteil zwischen Autobahn und Schiene gerne selbstbewusst nennt, entleiht ihr Wappen von der örtlichen St.-Hubertus-Schützenbruderschaft. Gestaltet hat es deren 2014 verstorbenes Ehrenmitglied Peter Hilgers, "ungefähr zu der Zeit, als er Schützenkönig war", wie sich Sohn Heinz, Dormagens Alt-Bürgermeister, erinnert. Peter IV. Hilgers, der 1980/81 mit seiner Frau Margarethe regierte, war in Horrem geboren und dem Ort im Herzen verbunden. In sehr konkreter, bildlicher Darstellung macht er im Wappen erkennbar, wie sich Horrem in seiner fast 800-jährigen Geschichte gewandelt hat.

Das Abzeichen teilt sich in drei Elemente und zeigt auf der vom Träger aus gesehen rechten Seite die 1957/1958 erbaute Kirche "Heilige Familie", dahinter die das moderne Ortsbild prägenden Hochhäuser. In Horrem steht der Dormagener Bahnhof, angedeutet durch die stilisierte Brücke, auf der die Eisenbahn die Bahnhofstraße überquert.

"Die Bahn hat Horrem und Dormagen maßgeblich verändert", weiß der Brudermeister der Hubertusschützen, Manfred Klein, dessen Familie über Generationen einen Bauernhof hatte, genau dort, wo heute der Dorfanger ist: "Jenseits der Schienen, auf der Zonser Straße, wurden viele Eisenbahner untergebracht."

Die vom Träger aus gesehen linke Seite des Wappens stellt das alte Horrem dar: Die Kapelle, die bis 1969 an der Knechtstedener Straße stand, daneben die Bauernhöfe, die sich um die Dorfmitte gruppierten, bis sie in den 1960er Jahren ausgesiedelt wurden.

Altes und neues Horrem werden auch im dritten Teil des Wappens, in schwarz und weiß auf grünem Hintergrund, kontrastiert. "Die Ähren stehen dafür, dass Horrem ein Bauerndorf war, und die Glaskolben deuten auf die chemische Industrie hin", erklärt Manfred Klein. Die nämlich zog in den 1960er Jahren viele Arbeiter nach Dormagen, für die schnell Wohnraum geschaffen werden musste. So wurden in Horrem die Hochhäuser gebaut, die dem Ort heute sein Profil geben.

Quelle: NGZ
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