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Dormagen
Vom Raphaelshaus auf dem Weg durch halb Europa

Dormagen: Vom Raphaelshaus auf dem Weg durch halb Europa
Jedes Jahr brechen viele Gruppen aus dem Jugendhilfezentrum Raphaelshaus zu Fahrradtouren in ganz Europa auf. FOTO: ON
Dormagen. Viele Reisegruppen des Dormagener Jugendhilfezentrum machen Ferien in der Eifel oder Radtouren nach Frankreich. Von Carina Wernig

Auch im Jugendhilfezentrum Raphaelshaus sind die Sommerferien spürbar: Viele Kinder und Jugendliche sind unterwegs. "Einige machen mit ihren Familien Urlaub, andere sind mit unseren Pädagogen auf Tour", erklärt Direktor Hans Scholten. Vor den Sommerferien herrsche immer große Aufregung, ob genügend Busse für die Fahrten organisiert werden können, doch dann klappt immer alles, wie Scholten berichtet: "Das ist für uns schon Routine."

Besonders die Radtouren sind sehr beliebt. Zurzeit sind drei Kick-Off-Gruppen unterwegs von Dormagen nach Santiago de Compostela in Spanien. In diesem Sommer wollen die jungen Radler als erste Etappe auf dem Weg zum Wallfahrtsort nach Spanien bis zum französischen Bordeaux fahren. "Die drei Gruppen fahren in kleineren Abständen hintereinander her, um sich wechselseitig bei Pannen oder unvorhergesehenen Ereignissen helfen zu können", weist Scholten auf die Mischung zwischen Eigenständigkeit und Gemeinschaftsgefühl hin. Er berichtet von einem großen Tour-Prinzip: "Sie haben sich durch die Hitze gekämpft, indem sie vor allem an Flüssen entlang gefahren sind, wo meist ein erfrischender Wind herrscht."

Nicht nur in Frankreich, auch in Belgien sind Jugendliche aus dem Raphaelshaus unterwegs, dazu halten sich Gruppen auf dem Hof Loche auf. Eifel oder Bergisches Land sind ebenso Ziele wie der Bodensee zum Campen, ein "Basislager" in Bayern, von wo aus Kajak- und Kletter-Touren starten, oder die deutsch-dänische Küste, wo der Nordsee-Radweg befahren wird.

"Die Gruppen planen ihren Urlaub selbst", betont Direktor Scholten. Dabei sei der pädagogische Zweck ebenso zu beachten wie Sicherheitsvorkehrungen oder die Ziele für die persönliche Entwicklung, so Scholten, der Beispiele gibt: "Diese Ziele können sein: mehr Höflichkeit gegenüber Erwachsenen oder morgens nicht mehr so schlecht gelaunt zu sein." Trotz aller Vorkehrungen ist Scholten immer froh, wenn alle Reisenden wieder gut zurück in Dormagen sind.

Quelle: NGZ
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