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Dormagen
Vorfahrtsregel am Dorfanger umstritten

Dormagen: Vorfahrtsregel am Dorfanger umstritten
Die geänderte Vorfahrtsregelung am Dorfanger sorgt für Irritationen: An der Kreuzung gilt nun "Rechts vor Links" - die Knechtstedener Straße ist keine Vorfahrtsstraße mehr. FOTO: ati
Dormagen. Die Bauarbeiten auf dem "Dorfanger" in Horrem sind beendet. Noch fehlen einige Arbeiten bis zur offiziellen Eröffnung im Frühjahr. Nun sorgt die geänderte Vorfahrtsregelung am Mittelpunkt für Diskussionen. Von Carina Wernig

Mit der Bauabnahme sind gestern die großen Bauarbeiten am umgestalteten "Dorfanger", dem Ortsmittelpunkt von Horrem, beendet. Noch folgt die Begrünung der Flächen und die Inbetriebnahme des neuen Spielgerätes, die für April 2016 geplant ist. Beim Umtrunk zum Abschluss der "schweren Arbeiten" am Donnerstagabend beobachteten die zahlreichen Gäste von der neuen Treppe aus auch, wie die neue Vorfahrtsregelung an der Kreuzung Knechtstedener- mit Weiler- und Heesenstraße für Irritation bei Autofahrern führte.

Stand bisher an der Heesenstraße Richtung Norden ein Stoppschild, so gilt an der gesamten Kreuzung nun die Regel "Rechts vor Links". Damit soll ein gleichrangiger Verkehrsfluss gewährleistet werden, wie der städtische Verkehrsplaner Peter Tümmers erklärte: "Das soll zu gegenseitiger Rücksichtnahme führen." Das muss noch gelernt werden: Aus Gewohnheit blieben manche Autofahrer an der Kreuzung stehen, obwohl sie Vorfahrt gehabt hätten. "Da sollten wir dort zusätzlich noch Verkehrspolizisten-Schilder anbringen, die auf die geänderte Vorfahrtsregelung aufmerksam machen", schlug Detlev Falke vor. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jürgen Schmitz hat Falke die Projektleitung der "Sozialen Stadt Horrem" inne - in das Stadtteilentwicklungsprogramm, das die Lebensqualität in Horrem verbessern soll, werden 6,7 Millionen Euro gesteckt, die zu 70 Prozent aus Mitteln des Landes und den Bundes kommen.

Aus dem Gedanken, zum Jahresabschluss als Dank für die Ehrenamtlichen an der Baustelle zusammenzukommen, wurde ein kleines Begegnungsfest. "Es ist erfreulich, dass so viele Horremer hierher gekommen sind, das zeigt das große Interesse", sagte Manfred Klein, Sprecher der "Initiative Horrem", die sich in den Workshops für die einzelnen Stadtteilentwicklungs-Hauptprojekte engagiert. Seine Sprecher-Kollegin Karin Fuchssteiner und er wollen weiter den Dialog fördern und dafür sorgen, dass die Anregungen der Horremer mitberücksicht werden. "Beim Dorfanger haben viele Horremer gut zusammengearbeitet, das wünsche ich mir auch für die nächsten Projekte", sagte Klein. Da steht nun die Umgestaltung der Westseite des Bahnhofs, des Treppenaufgangs zur Knechtstedener Straße an.

Vom Bahnhof wurde bereits für den "Dorfanger" gelernt, wie Detlev Falke erläuterte: "Für den Dorfanger haben wir keine rein weißen Treppenstufen genommen, sondern einen melierten Stein, auf dem nicht jeder Fleck zu sehen sein wird." Zwei Mülleimer sind an den "Laufwegen" platziert. Noch fehlen der Handlauf an der Treppe und die Holzbänke mit Lehne. "Die VR Bank hat mit 800 Euro die Hälfte der neuen Rückenlehnen gesponsert", so Falke.

Das Engagement der Horremer Bürger hob Vize-Bürgermeister Hans Sturm hervor: "Sie haben großen Anteil an der Verschönerung ihres Stadtteils. Vielen Dank für Ihre Mitwirkung." Gemeinsam anpacken, sei auch das Ziel für die Zukunft.

Quelle: NGZ
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